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| 18:15 Uhr

Lübbener Kahnnacht
Stimmungsvolle Sommernacht auf Fließen

Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Rock´n Roll-Medley boten am Wasserspielplatz Mikey Starr aus Berlin (Gesang), Liset Fischer und Rico Dietzsch (Tanz) vom Tanzstudio Bailamos aus Lübben.
Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Rock´n Roll-Medley boten am Wasserspielplatz Mikey Starr aus Berlin (Gesang), Liset Fischer und Rico Dietzsch (Tanz) vom Tanzstudio Bailamos aus Lübben. FOTO: Birgit Keilbach
Lübben. Rock ‘n Roll-Feeling bei Lübbener Kahnnacht begeistert Künstler und Publikum gleichermaßen. Von Birgit Keilbach

Wer ein paar Stunden lang pures Rock’n Roll-Feeling erleben wollte, kam Samstagnacht rund um die Lübbener Schlossinsel auf seine Kosten. Zielstrebig strömten die Gäste schon am frühen Abend in Richtung Hafen, wo die Kähne zur 57. Lübbener Kahnnacht abfuhren. Live-Musik stimmte dort während des Wartens auf die Zeit von Rock’n Roll, Boogie-Woogie und Swing ein. Passend dazu waren rundum schmucke Oldtimer platziert, gern genutzte Fotomotive für Paare und Gruppen, die sich mit Petticoat-Kleidern, Haarschleifen und bunten Hemden dem Thema entsprechend gekleidet hatten.

An acht Stationen bekamen die Gäste in den Kähnen mit Musik und Tanz geboten, was zum Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre gehört. Mit „Sugar, sugar Baby“ von Peter Kraus brachten Ramona und Andreas aus Großwelka nach dem Start die Zuhörer in Stimmung. „Wir sind gern im Spreewald, hier gibt es ein tanzfreudiges Publikum“, erzählte das Paar aus Sachsen. Musicalklänge aus „Grease“ und die passende Tanzshow ließ das Showballett Berlin an der nächsten Station erleben, rhythmischer Beifall signalisierte, dass die Kahngäste hier voll mitgingen. „Diese Nähe zum Publikum macht den großen Reiz der Kahnnacht aus“, sagte Britta Schröder, die schon seit vielen Jahren mit dem Showballet zu den verschiedensten Themen dabei ist.

Hoch hinauf blickte das Publikum in den Kähnen beim Auftritt von „Jailhouse Rock“ aus Potsdam, die auf einem Gerüst auf der Brücke eine kurze Action-Show zu Elvis-Titeln zeigten. Ein Rock’n Roll-Medley mit Titeln von Ben E. King, Elvis Presley, Roy Orbison und Jerry Lee Lewis begeisterte das Publikum am Wasserspielplatz. Sänger Mikey Starr aus Berlin und das Tanzduo Liset Fischer und Rico Dietzsch vom Lübbener Tanzstudio Bailamos lieferten eine gut aufeinander abgestimmte Choreografie.

Ein Stück weiter mit dem Kahn und dann war er da – der „King of Rock ’n Roll“. „Elvis“-Rufe schallten übers Wasser. Chris Jones aus Berlin trat als Elvis-Double auf, mit Live-Gesang. Auf dem Weg in Richtung Liebesinsel erinnerte Josephine Vohn mit einer fantastischen Hula-Hoop-Präsentation auf ganz andere Weise an diese Zeit. „Ich habe mich schon lange vorher darauf gefreut, mir hat das Thema sehr gefallen“, erzählte die Potsdamerin. „Und wann hat man es schon, dass die Zuschauer mit einem Kahn vor der Bühne Halt machen“, sagte sie.

Mit hereinbrechender Dunkelheit kamen die farbigen Illuminationen entlang der Strecke immer besser zur Geltung und boten zwischendurch entspannte Minuten Spreewalderlebnis. An der nächsten Station reichten drei Takte und es brach Jubel aus. „Dirty Dancing“ boten Laura Ludecia aus Dresden und Charles Washington aus Schottland und wurden dafür begeistert bejubelt. „Es macht sehr viel Spaß und es ist ein tolles Team hier, das alles vorbereitet und organisiert“, war auch das Profi-Tanzpaar von der Kahnnacht begeistert.

Das Publikum indes erlebte an der letzten Bühne nochmals eine mitreißende Show. Dargeboten wurde diese von Turniertanzpaaren des Berliner Tanzclubs „Butterfly“ – der älteste Rock ‚n Roll-Clubs Deutschlands. Und sie zeigten vieles, was dieser Tanz in atemberaubendem Tempo so bieten kann, Hebefiguren, vom Tänzer um den Körper herumgewirbelte Partnerinnen, Rolle vorwärts über den Kopf des Partners und mehr.

„Diese Gruppe am Schluss und das Pärchen mit dem Sänger hat mir am besten gefallen. Und die Stimmung auf dem Kahn war auch gut“, sagte Anja Ullrich nach der Ankunft am Strandcafé. Die Berlinerin erlebte die Kahnnacht zum ersten Mal, gemeinsam mit ihrer Lübbener Freundin. „Die Organisation am Einstieg ist noch verbesserungswürdig“, umschrieb sie charmant die lange Verzögerung bis zur Abfahrt des Kahns. Für Hans-Albrecht Lehmann war es nicht die erste miterlebte Kahnnacht in Lübben. „Die Begrüßung im Hafen mit der Band und den alten Autos war sehr ansprechend und unser Kahnfährmann sehr aufmerksam“, resümierte er. Auch das Programm gefiel dem Gast aus Peitz gut, „nur ein paar Stationen mehr hätten wir uns gewünscht“, merkte er an.

Natürlich tauchte auch Elvis bei der Lübbener Kahnnacht an einer der Stationen auf.
Natürlich tauchte auch Elvis bei der Lübbener Kahnnacht an einer der Stationen auf. FOTO: Birgit Keilbach
Eine Hula-Hoop-Darbietung vom Allerfeinsten wurde von Josephine Vohn geboten. Dem Publikum gefiel es sehr.
Eine Hula-Hoop-Darbietung vom Allerfeinsten wurde von Josephine Vohn geboten. Dem Publikum gefiel es sehr. FOTO: Birgit Keilbach