Da offenbar Wiederholungstäter gezielt zu Werke gingen, müsse sofort ein Wachschutz eingesetzt werden, sagte Direktor Günter Morsch am Mittwoch. Er kritisierte Versäumnisse bei der Sicherung.

Nach Angaben der Sprecherin der Polizeidirektion Süd laufen an dem Gelände Polizisten unregelmäßig Streife. Die eingesetzte Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz arbeite auf Hochtouren.

Bei dem jüngsten Vorfall war ein Böller auf einer Schautafel zum sowjetischen Speziallager Nummer 6 befestigt und gezündet worden. Sie wurde beschädigt. Schon am 10. und am 18. Mai waren Anschläge verübt worden. Danach hatte das Wissenschaftsministerium zusätzlich 12 000 Euro für die Reparatur der Informationstafeln bereit gestellt.

In dem Nebenlager des KZ Sachsenhausen wurden 1944 und 1945 Tausende jüdische Häftlinge ermordet oder durch Zwangsarbeit in den Tod getrieben.