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Steinkirchner Wohnhaus-Ausbau muss überarbeitet werden

Dieses denkmalgeschützte Wohnhaus will die LWG sanieren. Acht moderne Mieteinheiten sollen darin entstehen. Über einen Neubau auf dem Hof gibt es noch Diskussionen.
Dieses denkmalgeschützte Wohnhaus will die LWG sanieren. Acht moderne Mieteinheiten sollen darin entstehen. Über einen Neubau auf dem Hof gibt es noch Diskussionen. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Mit einer Ablehnung der Stadtverwaltung muss sich die Lübbener Wohnungsbaugesellschaft LWG voraussichtlich anfreunden. Das Unternehmen plant, das denkmalgeschützte Wohngebäude an der Steinkirchner Dorfstraße 25 zu sanieren, auszubauen und auf dem Gelände ein weiteres Mehrfamilienhaus zu errichten. Ingvil Schirling

Genau dieses ist der Stein des Anstoßes: "Es fügt sich in der Lage und Höhe nicht in die Umgebung ein", begründete Stadtplanerin Karin Jacobsen die ablehnende Haltung der Verwaltung.

Im Fachgremium, dem Bauausschuss, fand sie damit Zustimmung. Mit vier Ja-Stimmen wurde die städtische Stellungnahme bestätigt. Endgültig werden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 26. Januar darüber entscheiden.

Die LWG ist zwar eine Tochtergesellschaft der Stadt Lübben. Und diese braucht dringend mehr Wohnraum. Doch gegen die aktuellen Pläne spricht der Bestand, der Steinkirchen auszeichnet: "Es entspricht nicht dem, was Steinkirchen dort vorweist", pflichtete Sabine Minetzke (Pro Lübben) der Verwaltung bei und nahm Bezug auf die eher flachen Dächer und niedrige Bebauung. Das Wohnhaus soll dagegen dreistöckig werden, damit es fünf Mieteinheiten beinhalten kann.

Sanierung und Ausbau des denkmalgeschützten Wohnhauses direkt an der Straße dagegen ist unstrittig. Acht Mieteinheiten sollen dort entstehen.

An einer Lösung, damit die LWG dort trotzdem bauen kann, wird gearbeitet. Die LWG ist aufgefordert, ihre Pläne zu überarbeiten und will laut Geschäftsführer Hartmut Kohlmann an ihren Plänen festhalten. Möglich wäre aus Verwaltungssicht, den Neubau nach Westen zu verschieben. In der Stellungnahme heißt es: "Bei einer Verschiebung des Baukörpers in westlicher Richtung und einer somit gemittelten Einordnung zwischen den Nachbarbestandsgebäuden würde sich der Baukörper durchaus einfügen."

Das ehemalige Gutshaus gehört zum Kirchen-Ensemble und steht unter Denkmalschutz. Erbaut wurde es vor 1800 von Hofrat Samuel Gotthold Trierenberg, geht aus der Denkmalliste des Landkreises hervor. Nach wechselvoller Geschichte und vielen Verkäufen - es war unter anderem im Besitz derer von Houwald - landete der Komplex mit der Eingemeindung Steinkirchens in städtischem Eigentum.