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Lübbener Lieblingsnamen
Kurze Vornamen liegen in Lübben im Trend

Leonie war das 1111. Baby im Klinikum Dahme-Spreewald 2017 und ist am 15. November in der Spreewaldklinik Lübben geboren worden. Beim Standesamt Lübben wurden 547 Geburten beurkundet.
Leonie war das 1111. Baby im Klinikum Dahme-Spreewald 2017 und ist am 15. November in der Spreewaldklinik Lübben geboren worden. Beim Standesamt Lübben wurden 547 Geburten beurkundet. FOTO: Konstanze Lüders/Foto Lüders / Spreewaldklinik Lübben
Lübben. Standesamt analysiert beurkundete Geburten und stellt fest, dass Mia und Ben auch in der Kreisstadt beliebt sind.

Die Lübbener liegen mit der Wahl eines Namens für ihr Kind im deutschlandweiten Trend. Das zeigt die Statistik des Standesamtes. Bei den Jungen ist Ben die Nummer eins und wurde sieben Neugeborenen gegeben, gleichauf sind Emil und Finn/Fin/Fyn (in allen drei Schreibweisen zugelassen). „Das hat mich selbst ein bisschen überrascht“, sagt Standesbeamtin Steffi Balke, als sie die Statistik für 2017 ausgewertet hat.

Bei den Mädchen ist Mia am beliebtesten, gefolgt von Johanna. Emma, Maria und Leonie gehören wie in den Jahren zuvor zur Gruppe der Spitzenreiter. Elias, Liam und Max bleiben bei den Jungen auf der Beliebtheitsskala oben. Wenig verbreitet sind Donja, Felicity, Jody, Juna, Philomena,Skadi, Thekla bei den Lübbener Mädchen. Der einst so bliebte Namen Sophie/Sophia liegt nur noch auf einem hinteren Platz. Ace, Castiel, Jascha, Jordi, Rojan, Rune, Yonn und Dries sind bei den Jungen nur einmal vergeben worden. „Es werden weniger Doppelnamen mit Bindestrich gewählt“, stellt Steffi Balke einen weiteren Trend fest. Und die landestypischen Namen werden kaum noch gegeben. Die Eltern haben nach ihrer Erfahrung meistens eine fest Vorstellung vom Namen ihres Kindes und lassen sich selten beeinflussen. Wenn sie einen Namen wünschen, der bisher nicht zulässig ist, dann müssen sie bei der Namensforschung in Leipzig oder Wiesbaden den Nachweis einholen. Bei einer Neuvergabe eines Namens werden einmalig 40 Euro fällig. Dann werden diese Eltern zu Wegbereitern für andere. Bei einer Bestätigung, dass es den Vornamen gibt, müssen 15 Euro gezahlt werden. Im Lübbener Standesamt liegt ein Namenslexikon aus (auch mit sorbischen Namen), doch das wurde nach der Erfahrungen der drei Lübbener Standesbeamtinnen bisher kaum gebraucht. Eltern informieren sich eher im Internet.

Nicht alle Geburten in der Lübbener Spreewaldklinik werden auch hier beurkundet. So waren es 547 Kinder, für die Eltern in Lübben dies beantragt haben. Es sind 285 Jungen und 261 Mädchen für 2017. 329 tragen einen Vornamen, 196 zwei und 22 drei. Die Zahl der ledigen Mütter wird mit 287 angegeben, 218 Mütter waren im vergangenen Jahr bei der Geburt ihres Kindes verheiratet.