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| 02:42 Uhr

Start für die Bauarbeiten am Hartmannsdorfer Wehr

Geschäftsführer Jörg Wiesner (l.), und Bürgermeister Lars Kolan unterzeichneten im Dezember 2015 den Vertrag zum Hartmannsdorfer Wehr. Nun können die Bauarbeiten beginnen.
Geschäftsführer Jörg Wiesner (l.), und Bürgermeister Lars Kolan unterzeichneten im Dezember 2015 den Vertrag zum Hartmannsdorfer Wehr. Nun können die Bauarbeiten beginnen. FOTO: ho
Lübben. Mit der Bauanlaufberatung Anfang der Woche geht nun das Vorhaben für den Ersatzneubau des Hartmannsdorfer Wehres in die Phase der Umsetzung. "Ab kommendem Montag, 14. November, beginnen die Holzungen und der Wegebau für die Zufahrt zur Baustelle", sagt Jörg Wiesner, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands "Nördlicher Spreewald". I. Hoberg

Der Verband ist im Auftrag des Landes Brandenburg Träger des Wehrneubaus, für den eine Bauzeit von rund drei Jahren in zwei Bauabschnitten eingeplant ist. Mitte 2019 rechnet der Geschäftsführer mit dem Abschluss des Vorhabens, für das rund elf Millionen Euro an Fördermitteln vom Land und vom Bund eingesetzt werden. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts, voraussichtlich Mitte 2018, soll die Schleuse wieder nutzbar sein.

In der vergangenen Woche sind in Hartmannsdorf die beiden Zufahrtsstrecken über die Börnichener Straße und Schauna besichtigt worden. Der jetzige Zustand, auch der der Häuser, ist aufgenommen worden. Zum Abschluss der Baumaßnahme wird es wieder eine Untersuchung geben und geprüft, ob neue Schäden aufgetreten sind, so Jörg Wiesner. In Hartmannsdorf (Schauna) wird vor Beginn der Bauarbeiten die Fahrbahndecke zwischen Gaststätte und Wendeschleife erneuert.

Nach dem Wegebau soll an der Kahnrolle auf der rechten Uferseite begonnen werden. Geplant ist, diese Maßnahme zum Aufrechterhalten der Schiffbarkeit bis Ende Februar abzuschließen. Im Winter sollen dann die Rammarbeiten ausgeführt werden. Die Spree wird teilweise verfüllt, um die Schleuse und zwei Wehrfelder bauen zu können. Die Strabag AG in Lübben ist Generalauftragnehmer, die Stahlwasserbau GmbH aus Beeskow führt Spezialarbeiten aus. Das Holz der Schleusentore ist durchgefault, nun wird mit Stahl gebaut. Eine ökologische Bauüberwachung wird vor Ort sein.

Im Zuge des Ersatzneubaus für das Hartmannsdorfer Wehr wird eine Querung für Fußgänger und Radfahrer errichtet. Das ist ein städtisches Vorhaben. Deshalb haben Lübben und der Verband Ende des vergangenen Jahres einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Realisierung abgeschlossen. Der Verband hat die Oberbauleitung für das gesamte Projekt und stimmt den Fuß- und Radwegebau mit dem Lübbener Bauamt ab.