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| 17:46 Uhr

Städtebauförderung
Aktives Stadtzentrum für Lübben

Lübben. Die Aufnahme in die zweite Auflage des Förderprogramms ist bestätigt.

Rund zehn Millionen Euro Fördergelder sollen bis 2027 in städtebauliche Vorhaben fließen. Die Aufnahme von Lübben in das Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Stadtzentren II“ (ASZ II) ist bestätigt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Stadt wird für den kommunalen Anteil 3,5 bis 4 Millionen Euro aufbringen müssen, wie Bauamtsleiter Frank Neumann erklärt. Der Bund und das Land Brandenburg sind ebenfalls mit je einem Drittel beteiligt. Als Grundlage für die Aufnahme in das Förderprogramm haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend einstimmig die Zielplanung und die Fördergebietskulisse beschlossen.

Bereits von der ersten Auflage dieses Förderprogramms, die im Jahr 2013 begann und inzwischen abgeschlossen ist, hat Lübben profitiert. Rund 25 Millionen Euro sind in die Altstadtsanierung geflossen, wie die Stadtverwaltung im Bauausschuss informierte. Zu den abgeschlossenen Maßnahmen gehören die Erneuerung der Wassergasse als Fuß- und Radweg einschließlich Brücke, die Anlage des westlichen Spreeuferwegs mit Klavierbrücke und Treppenanlage an der Spree, die Anbindung der Gubener Straße an das Sanierungsgebiet Altstadt mit den Nebenanlagen an der Turnhalle, die Neugestaltung der Außenanlagen am Schloss, die Sternstraße und der Ausbau der Fuß- und Radwegeverbindung zum Bahnhof.

Doch Lübben will als attraktiver Wohn-, Arbeits- und Bildungsort wie auch als Anziehungspunkt für Tourismus und zur Naherholung am Ball bleiben. Dazu gehört die Weiterentwicklung des Stadtzentrums mit einer Mischung von Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistungen, Kunst und Kultur. Lübben muss dafür Potenziale bei Bauflächen aktivieren, zumal von einer wachsenden Einwohnerzahl ausgegangen werden kann. Das touristische Zentrum soll gestärkt und besser mit dem Stadtzentrum verknüpft werden.

Die Fördergebietskulisse für „Aktive Stadtzentren II“ umfasst den zentralen Versorgungsbereich, wie er im Einzelhandels- und Zentrenkonzept festgelegt wurde. Dazu kommt die Gubener Straße mit dem angrenzenden Einzelhandelsstandort An der Kupka sowie Räume der Einzelvorhaben. So gibt es Ausläufer zum Bahnhof und entlang der Spielbergstraße. Auch die wichtigsten Radwegeverbindungen sind aufgenommen worden, um das Zentrum zu stärken, das von den Verbindungen profietieren wird, wie es in der Beschlussvorlage heißt. „Für den Verkehrsbereich sind zahlreiche miteinander vernetzte Maßnahmen vorgesehen. So soll der Fahrradverkehr verbessert und der Einsatz von Elektrofahrzeugen verstärkt werden“, heißt es weiter.

Eines der Projekte ist die Wohnstandortentwicklung Am kleinen Hain und der Lückenschluss Wasserrundweg. Der vorhandene Gewerbestandort soll zum Innenstadt-Wohnstandort entwickelt werden. die Hälfte der Flächen sei bereits erworben worden, heißt es in der Zielplanung. Nach dem restlichen Erwerb der Fläche sollen die vorhandenen Gebäude abgerissen werden. Die künftige Bebauung soll sich dann an der Städtebaulichen Rahmenplanung für die Innenstadt orientieren.

Wie im Fuß- und Radwegekonzept „Lübben barrierefrei“ festgelegt, soll die Neugestaltung der Verbindung zwischen Stadtzentrum und Bahnhof erfolgen. Die Erneuerung des Gehwegs am Ernst-von-Houwald-Damm und die Querungsinseln gehört zu den ersten Maßnahmen im ASZ II.