Es ist eine kleine, aber anspruchsvolle Aufgabe, mit der sich Christoph Dieck von Nagler & Partner zurzeit für die Stadt Lübben beschäftigt. Es geht um die neue Stadtmauer und den Uferweg als Bestandteil des Blockkonzepts Brückenplatz. Der Planer hat einen Vorentwurf für die Mauer am nördlichen Brückenplatz vorgelegt, der als Arbeitsgrundlage für weitere Abstimmungen mit der Stadt und mit der Denkmalpflege dient. Er hat die historische Situation aufgenommen und ein zeitgemäßes Konzept entwickelt.

"Die Denkmalpflege legt wert darauf, dass es sich bei der Mauer nicht um einen Nachbau handelt, sondern um eine eigenständige Anlage, die auch als solche erkennbar ist", stellt Bettina Brandt vom Sanierungsträger DSK fest. Dabei wird die Struktur der alten Mauer aufgenommen, wie Christoph Dieck im Bauausschuss erläuterte. So wird sich die Höhe nach dem historischen Bestand richten. Bei der Wahl des Baumaterials sei zu berücksichtigen, dass die vorhandene Mauer verschiedene Bauväter hatte. Auf einem Sockel aus Feldsteinen sind Klinker verbaut worden. Alternativ zu Klinkern könnte beim Neubau auch rötlicher Beton eingesetzt werden.

Die neue Stadtmauer wird auch dafür sorgen, dass privater und öffentlicher Bereich getrennt wird. Etwa in Höhe des ersten Geschosses der noch zu errichtenden Häuser wird sie einen Sichtschutz bieten. Spaziergänger werden auf dem Uferweg flanieren können, der ebenfalls neu angelegt und befestigt werden muss. "Für den Böschungsbau hoffen wir auf Fördermittel aus dem Programm ,Aktive Stadtzentren'", sagt Bettina Brandt.

Im Herbst soll im Bauausschuss die weitere Planung vorgestellt werden. In Abstimmung mit der Bebauung der Parzellen für Wohn- und Geschäftshäuser könnte Ende 2013 oder Anfang 2014 mit den Arbeiten für die Stadtmauer begonnen werden, schätzt Fachbereichsleiter Frank Neumann ein.

Die Unterlagen für den Vorentwurf zur Gestaltung der Stadtmauer und des Wegs am Trutzer sind zu finden auf der Internetseite www.luebben.de (Protokoll zum Bauausschuss).

Zum Thema:
Die Gestaltung der Stadtmauer und des Wegs am Trutzer ist Bestandteil des Blockkonzepts Brückenplatz mit einem nördlichen und einem südlichen Baufeld. Es wird der historisch belegte Stadtgrundriss entsprechend der modernen Anforderungen an die neue Bebauung wieder hergestellt. Private und öffentlich zugängliche Räume werden klar getrennt.Die Bauarbeiten am Brückenplatz werden archäologisch begleitet.