Das Hotel „Goldener Stern“ ist – zumindest als Fassadenmalerei – in die Breite Straße nach Lübben zurückgekehrt. Innerhalb von zwei Tagen hat ein Mitarbeiter der Firma Artefex den gesamten Giebel des Wohnblocks in der Sternstraße bemalt. Zuvor war die Wand des Wohnblocks der Genossenschaftliche Wohngemeinschaft (GWG) gereinigt und grundiert worden. Nicole Jaegers und Jürgen Busch, Vorstände der GWG, nahmen am Montagabend das Ergebnis in Augenschein und waren begeistert. Ähnlich ging es auch den Lübbenern. Sie hatten schon in den Tagen zu die Entstehung des Bildes verfolgt. Nach der Fertigstellung diente es vielen als Fotomotiv.

Es ist also ein echter Hingucker an der vorher kahlen Hauswand entstanden. Die Idee dazu geht auf eine Initiative der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing Lübben zurück. Deren Geschäftsführerin Marit Dietrich wollte das Fontane-Jahr dauerhaft im Stadtbild verankern. Gemeinsam mit Stadtplanerin Karin Jacobsen, Bettina Brand von der DSK und Ines Mularczyk wurde nach dem Ort und einem Motiv gesucht. Ziel sei es gewesen an frühere Strukturen zu erinnern, erklärt Stadtsprecherin Dörthe Ziemer.

Fontane weilte 1859 in Lübben. Zu dieser Zeit sah die Breite Straße völlig anders aus. Ines Mularczyk recherchierte und fand eine Ansicht des ehemaligen Hotels „Goldener Stern“, das einst in der Breiten Straße stand. Marit Dietrich lieferte die Idee für das Fontane-Zitat. Der Lübbener Künstler Sebastian Franzka erarbeitete aus den Ideen den konkreten Entwurf für die Fassade. Und im April konnte das Bild schließlich angebracht werden. Insgesamt rund 10 000 Euro habe es gekostet, so Ziemer. Finanziert wurde das Projekt über das Städtebauförderprogramm, bei dem Stadt, Land und Bund jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen.