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Stadtentwässerung Lübben setzt Sanierungsarbeiten im Netz fort

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Lübben. Der Werksausschuss der Stadtentwässerung Lübben (SEL) hat Bau- und Planungsleistungen für das laufende Jahr beschlossen. So sollen die Teilobjekte "Biologische Reinigungsstufe" und "Mechanische Vorreinigung" im Rahmen der Sanierung der Lübbener Kläranlage in einem Zuge realisiert werden. I. Hoberg

Dafür sind insgesamt Kosten von knapp 2,1 Millionen Euro veranschlagt worden. Eine Trennung der beiden Teilobjekte würde eine Verzögerung und eine Baukostensteigerung verursachen, erläuterte Werkleiter Bert Dörre. Er erklärte, dass die Finanzierung des Vorhabens sichergestellt sei. "Fördermittel sind beantragt, die Anträge wurden bei der Investitionsbank des Landes abgegeben", so Dörre. Gegenwärtig finde die ingenieurtechnische Prüfung beim Land Brandenburg statt. Die Firma DWG Planung und Sanierung Dresden wird nun mit der Ingenieurleistung in Höhe von rund 240 000 Euro beauftragt. Die beiden Teilobjekte sind Bestandteil der Sanierungsverordnung des Landkreises Dahme-Spreewald für die Kläranlage Lübben. Die SEL hat bereits mit der DWG bei diesem Vorhaben zusammengearbeitet.

Vergeben wurde auch die Bauleistung zur Erschließung des Nachtigallenwegs. Dort wird in Zusammenarbeit mit der SÜW gebaut, die eine neue Trinkwasserleitung von derselben Baufirma verlegen lässt. Die Firma Jung aus Lübben hatte sich wie vier weitere Unternehmen aus Lübben, Lauchhammer, Cottbus-Gallinchen und Boblitz an der Ausschreibung beteiligt und erhielt den Zuschlag für ihr Gebot von rund 68 000 Euro. Im Wirtschaftsplan 2015 sind ursprünglich 193 000 Euro eingeplant gewesen, doch der Erschließungsumfang ist reduziert worden. Ein von der anderen Bebauung abgelegenes Grundstück wird nicht angeschlossen, dort bleibt es bei einer dezentralen Entsorgung.

Saniert wird auch der Schmutzwasserkanal in der Wettiner Straße vom Pumpwerk Frauenberg bis zur Hartmannsdorfer Straße. Das wirtschaftlichste Angebot hat in diesem Fall die RSC Rohrbau und Sanierungs GmbH abgegeben. Zwei weitere Firmen hatten sich an der Ausschreibung beteiligt. Diese Maßnahme ist nicht im Wirtschaftsplan der SEL vorgesehen, mache sich jedoch durch den Neubau des Pumpwerks Wettiner Straße erforderlich, erläuterte der Werkleiter. "Kamerabefahrungen in diesem Bereich haben gezeigt, dass es Rohrbrüche und Wurzeleinwuchs gegeben hat", sagte er. Die Schäden seien gravierend und müssten umgehend beseitigt werden, denn es ist bereits ein Eintrag ins Grundwasser festgestellt worden. Finanziert werden die Arbeiten aus den Mitteln, die beim Nachtigallenweg nicht benötigt werden. Für rund 26 000 Euro ist die Sanierung des Schmutzwasserkanals an RSC vergeben worden. Die Cottbuser Firma setzt das Rohrrelining ein, ein Verfahren, bei dem nicht aufgeschachtet wird, sondern ein neues Rohr in das alte geschoben wird. Alle Vergaben erfolgten im SEL-Werksausschuss einstimmig.