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Stadtentwässerung legt Planung vor

Auf dem Gelände der Lübbener Kläranlage wird weiter investiert. So ist im Sommer eine neue Räumerbrücke im Nachklärbecken eingebaut worden. Auch ein neues Technikgebäude entsteht.
Auf dem Gelände der Lübbener Kläranlage wird weiter investiert. So ist im Sommer eine neue Räumerbrücke im Nachklärbecken eingebaut worden. Auch ein neues Technikgebäude entsteht. FOTO: SEL/Dörre
Lübben. Zustimmung hat die Arbeit des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Lübben (SEL) in der Stadtverordnetenversammlung gefunden. Werkleiter Bert Dörre legte seinen Bericht und den Jahresabschluss 2015 vor. In der Gebührensatzung für die Schmutzwasserbeseitigung sind 4,70 Euro je Kubikmeter bestätigt worden. Ingrid Hoberg

In erster Lesung hat die Schmutzwassergebührensatzung den Werksausschuss der SEL und auch die Stadtverordnetenversammlung passiert. Auf eine zweite Lesung wurde verzichtet - die derzeitige Kalkulationsperiode endet am 31. Dezember 2016. Die neue Satzung ist dann für 2017 bis 2018 gültig. Für die zentrale Entsorgung von Schmutzwasser wird in Lübben wie bisher eine Gebühr von 4,70 Euro je Kubikmeter erhoben. Für die dezentrale Entsorgung von Schlamm aus Kleinkläranlagen sind es 14,44 Euro je Kubikmeter, für abflusslose Sammelgruben 9,95 Euro.

Im Gebiet der Stadtentwässerung Lübben leben rund 14 000 Einwohner und die meisten sind auch an die Schmutzwasserentsorgung angeschlossen. 40 Pumpwerke leiten über ein Kanalnetz von 72 Kilometern das Abwasser in die Kläranlage. Die Gebühren werden jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren kalkuliert, wie es das Kommunalabgabengesetz einräumt. Für die Kalkulation sind die Erlöse von 2014 zugrunde gelegt worden, wie Werksleiter Dörre in der Stadtverordnetenversammlung erläuterte. Das Schmutzwasseraufkommen habe sich bei den Tarifkunden stabilisiert, bei den Großkunden werde mit einem Minus von etwa fünf Prozent aufgrund von technologischen Veränderungen gerechnet, sagte er.

Bert Dörre erläuterte in der Stadtverordnetenversammlung auch den Wirtschaftsplan für 2017. So fließen Folgekosten für den Wechsel von der Mischfinanzierung (Gebühren und Beiträge) zu einer reinen Gebührenfinanzierung ein. Zur Sicherstellung der geplanten Investitionen ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 700 000Euro erforderlich - auch dafür sind die Folgekosten im Wirtschaftsplan 2017 kalkuliert worden.

Im nächsten Jahr sollen die Investitionen auf der Kläranlage weiter fortgesetzt werden. Das betrifft die mechanische Reinigungsstufe, das Kanalnetz und die Pumpwerke. Grundlage ist das Abwasserbeseitigungskonzepet für Lübben. Es soll ein Kredit in Höhe von 370 000 Euro aufgenommen werden, dazu kommen Fördermittel. Im Mai hatte es Zusagen für die Investitionen von 2015 bis 2017 für 870 000 Euro gegeben. Rund 500 000 Euro für die Kläranlage und 350 000 Euro für das Kanalnetz der SEL.

Zum Thema:
Ein neues Saug- und Spülfahrzeug als Ersatz für alte Technik wird aufgrund der langen Produktionszeit erst 2017 ausgeliefert.Bei der SEL sind für 2017 elf Stellen (Vollzeit) im Plan - das entspricht dem Vorjahr. Der Jahresabschluss und der Wirtschaftsplan der SEL für 2017 sind auf der Internetseite der Stadt zu finden unter www.luebben.de bei den Sitzungsunterlagen.