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| 18:27 Uhr

Lübben
Zum Abschied ins goldene Buch

Bernd Wrege (r.) mit dem Nachfolger-Führungsteam um den neuen Lübbener Stadtbrandmeister Oliver Nopper (2.v.r.) mit dem Sachbearbeiter Brandschutz in der Stadtverwaltung Frank Böhme sowie dem Stadtbrandmeister-Stellvertreter Edmond Krüger (l.).
Bernd Wrege (r.) mit dem Nachfolger-Führungsteam um den neuen Lübbener Stadtbrandmeister Oliver Nopper (2.v.r.) mit dem Sachbearbeiter Brandschutz in der Stadtverwaltung Frank Böhme sowie dem Stadtbrandmeister-Stellvertreter Edmond Krüger (l.). FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Bernd Wrege, Stadtbrandmeister a.D. in Lübben, ist vor den Stadtverordneten würdevoll verabschiedet worden – nicht ohne Selbstkritik der Stadtverwaltung. Von Ingvil Schirling

„Gut Ding will Weile haben“ – mit diesem Satz hat Bürgermeister Lars Kolan (SPD) die Verabschiedung des Lübbener Stadtbrandmeisters Bernd Wrege vor den Lübbener Stadtverordneten eingeleitet. „Die Übergabe Ihres Amtes an einen Nachfolger haben wir uns – das möchte ich heute noch einmal betonen – anders gewünscht“, räumte er ein. „Wir haben selbstkritisch unsere Schlüsse daraus gezogen“, nahm er Bezug auf die Hängepartie der vergangenen Monate.

Seit Ende Juni ist die Kreisstadt ohne Stadtbrandmeister, weil für Wrege und seine Stellvertreter nach deren Amtszeit-Ende keine Nachfolger gefunden worden waren. Grund war, dass sich Stadtverwaltung und Feuerwehr nicht darüber einigen konnten, was Haupt- und was Ehrenamt sein sollte. Mit der Einstellung des Sachbearbeiters Brandschutz Frank Böhme entspannte sich die Lage. Anfang Oktober wurde Oliver Nopper als Nachfolger von Bernd Wrege mit Hagen Mooser und Edmond Krüger als Stellvertreter benannt. Diese müssen von den Stadtverordneten in der November-Sitzung offiziell bestellt werden. Die geplante Ernennung durch den Bürgermeister reicht formal nicht aus.

Bernd Wrege, erinnerte Lars Kolan, übernahm als damals 31-Jähriger am Abend des geschichtsträchtigen 9. November 1989 die Wehr von Hauptinspektor Werner Lehmann. Von 79 Einsätzen im Jahr 1991 stieg deren Zahl kontinuierlich an auf 322 im Jahr 2017, verdeutlichte Kolan die Bedeutung und Entwicklung der Lübbener Feuerwehren. Brände, Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen forderten die Feuerwehrleute immer mehr, neue Technik, mehr Wissen, praktische Fähigkeiten und Erfahrung kamen ebenfalls hinzu.

„Ihr stets akkurates, durch großes fachliches Wissen und Sachlichkeit geprägtes Handeln verdient meine Bewunderung und unsere Anerkennung“, schloss Kolan.

Bernd Wrege antwortete in seiner Rede: „Ich bin überwältigt von der Ehre und möchte mich bei allen bedanken.“ Ohne die Arbeit der Feuerwehr-Kameraden „würde ich heute nicht hier stehen“. Sein Dank gehe besonders an zwei Frauen: Seine Ehefrau, die „in den vergangenen Jahren doch viel viel zurückstecken musste“, sowie Anett Dabergott aus dem Fachbereich 2. „Wenn sie nicht gewesen wäre, wäre vieles nicht so gut gelaufen, wie es gelaufen ist.“

Bernd Wrege, Lübbener Stadtbrandmeister über 29 Dienstjahre, trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Lübben ein. Während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde er offiziell verabschiedet.
Bernd Wrege, Lübbener Stadtbrandmeister über 29 Dienstjahre, trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Lübben ein. Während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde er offiziell verabschiedet. FOTO: LR / Ingvil Schirling