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Stadt: Spreelagune kein Sorgenkind

Lübben. Die Stadt Lübben sieht die Spreelagune nicht als "Sorgenkind". Die LR hatte berichtet, dass die Wasserqualität an der Flussbadestelle mit Wasserwanderrastplatz diesen Sommer alle 14 Tage überprüft wird. Ingvil Schirling

Der übliche Rhythmus sind vier Wochen. Grund sind gelegentliche Überschreitungen bei den mikrobiologischen Messwerten seit 2014. Betroffen waren Werte der Kolibakterien. Erste Ergebnisse dieses Jahres waren aber in Ordnung, wie das Gesundheitsamt auf LR-Nachfrage bestätigte.

"Wir sehen die Spreelagune aktuell nicht als Sorgenkind, sind uns aber der besonderen Anforderungen in diesem Bereich bewusst", erklärt Pressesprecherin Dörthe Ziemer nach Rücksprache mit Ralph Stolpe als Leiter des Baubetriebshofs. Zwei Mitarbeiter reinigen die Spreelagune täglich. Ein Gespräch habe es am 15. Februar zwischen dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung gegeben. "Aus unserer Sicht wurden alle Maßnahmen ergriffen, die zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen können. Ob sie ausreichend greifen, lässt sich zu Saisonbeginn natürlich noch nicht wirklich sagen", so Dörthe Ziemer weiter, "aber die guten Messwerte des Jahres 2017 sprechen da schon für sich."

Es gebe dennoch einen Appell, die Enten nicht zu füttern, um sie nicht auch noch anzuziehen. Vermutet wird, dass Ausscheidungen der Wasservögel für die erhöhten Werte mitverantwortlich waren. Um die Wasserqualität zu verbessern, werden nun "die Exkremente der Enten nicht mehr ins Wasser gekehrt, sondern aufgenommen und entsorgt", heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung.

Ein großes Problem stellt aus Sicht des Baubetriebshofes die Steganlage dar. "Die Rammbohlen, die einst zum Anlegen von Paddelbooten angebracht wurden, damit diese nicht unter den Steg geraten, behindern den Fluss des Wassers erheblich", erklärt die Sprecherin. Sie wirkten wie ein Staubrett. Es sei zu überlegen, inwiefern man an dieser Stelle weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität ergreifen könne.

Die endgültige Bewertung einer neuen Badestelle wie der Spreelagune erfolgt erst nach vier Jahren. Die Ergebnisse in diesem Sommer wären mitentscheidend, ob auch die Spreelagune - wie die meisten Badestellen der Region - die Bewertung "ausgezeichnet" erhält.