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| 12:33 Uhr

Stadt Lübben soll wieder als sorbisch/wendisches Siedlungsgebiet gelten

Die Studentin Mandy Baier bearbeitet am Sonntag (13.03.2005) in Schleife ein Osterei mit der Ätz-Technik. Auf dem 8. Sorbischen Ostereiermarkt präsentieren die Sorben ihre traditionellen Handwerksarbeiten zum Osterfest.
Die Studentin Mandy Baier bearbeitet am Sonntag (13.03.2005) in Schleife ein Osterei mit der Ätz-Technik. Auf dem 8. Sorbischen Ostereiermarkt präsentieren die Sorben ihre traditionellen Handwerksarbeiten zum Osterfest. FOTO: M. Hanschke
Lübben. Die Spreewaldstadt soll wieder zum sorbisch/wendischen Siedlungsgebiet gehören. Das forderte Meto Nowak in Lübbens Rathaussaal.

Nowak ist Mitglied im Rat für sorbisch/wendische Angelegenheiten. Er stellte ein neues Sorben/Wenden -Gesetz vor, mit dem auch Lübben die Möglichkeit erhalten soll, sich zu dem sorbisch/wendischen Siedlungsgebiet zu bekennen. Diese Möglichkeit war der Stadt mit dem Sorben/Wenden -Gesetz aus dem Jahr 1994 genommen worden. Lübben war in diesem Gesetz nicht als Ort erwähnt worden, der sich als Siedlungsgebiet bekennen durfte. Zudem haben die Stadtverordneten selbst im Jahr 1994 ein Bekenntnis zum Siedlungsgebiet abgelehnt. Ein Fehler, wie Meto Nowak den Zuhörern des Vortrages mitteilt. Denn nach der Definition, was ein Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden sei, müsse Lübben als Siedlungsgebiet anerkannt werden. Sowohl kulturelle Traditionen wie das Zampern oder Osterbräuche als auch die sorbisch/wendische Sprache selbst, werden in der Spreewaldstadt gepflegt, sagt Meto Nowak. Mit der Anerkennung der Stadt als sorbisch/wendisches Siedlungsgebiet bestünde für alle Sorben/Wenden beispielsweise das Recht auf zweisprachigen Unterricht, das Recht des Erlernens der sorbisch/wendischen Sprache, oder das Verwenden der Sprache bei Behörden und vor Gericht. Nowak appellierte an die Lübbener Stadtverordneten, sich dem neuen Gesetz zu widmen. Allerdings ist kein Vertreter der Stadt zu dem Vortrag erschienen. Mathias Klinkmüller