ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:18 Uhr

Straßenbau
Staakmühler Brücke bleibt Nadelöhr

Impression von der gesperrten Brücke über den Dahme-Umfluter in Staakmühle.
Impression von der gesperrten Brücke über den Dahme-Umfluter in Staakmühle. FOTO: Richter Torsten
Staakmühle. Dahme-Überführung müsste neu gebaut werden. Geld fehlt.

Bereits seit Ende Februar ist die Brücke über den Dahme-Umfluter in Staakmühle für den Autoverkehr gesperrt. Grund bildeten massive Schäden sowie ein größeres Loch im Rampenbereich der Überführung. An diesem Zustand dürfte sich auch so schnell nichts ändern. Denn: Die Mängel an der Brücke sind einfach zu gravierend, eine Sanierung sei nicht mehr möglich, teilt Michaela Schudek, Bauamtsleiterin des Amtes Unterspreewald, mit. Für einen Neubau fehle aber bislang das entsprechende Geld. Nicht nur die Überführung müsse erneuert werden, sondern ebenso die dazugehörige Wehranlage des Dahme-Umfluters, sagt die Bauamtsleiterin.

Die Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow könne aufgrund ihrer desolaten finanziellen Lage die Maßnahme nicht in Eigenleistung schultern. Bereits im Jahr 2015 kam das Nein des Landesumweltamtes zu möglichen Fördermitteln, da wegen ungeklärter Schwierigkeiten bei der Instandsetzung des Wehres und der Straßenbrücke die Gelder nicht mehr zur Verfügung standen. „Nunmehr wird ein neuer Anlauf im Zuge der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie genommen“ kündigt Schudek an. In diesem Rahmen solle eine Durchgängigkeit des Dahme-Umfluters für die darin lebenden Tiere hergestellt werden. Bislang sei dies aufgrund des rund zwei Meter tiefen Sohlabsturzes („Wasserfall“) nicht gegeben.

Immerhin: Die Staakmühler Brücke ist zwar für Autos gesperrt, kann aber von Radfahrern und Fußgängern weiterhin genutzt werden. Schließlich führt dort der Dahme-Radweg entlang. Das Amt Unterspreewald wolle sich weiter intensiv um eine Lösung für dieses Nadelöhr kümmern. Schließlich spiele die Brücke auch für den Schülerbusverkehr eine wichtige Rolle. So gingen mehrere Kinder aus der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow in Halbe zur Schule.