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| 17:13 Uhr

Neue Ausstellung
Spurensuche im Straupitzer Kornspeicher

Spurensuche im Kornspeicher in Straupitz. Zahlreiche Besucher nahmen das Angebot innerhalb der Winter- und Weihnachtsausstellung während der Eröffnung an.
Spurensuche im Kornspeicher in Straupitz. Zahlreiche Besucher nahmen das Angebot innerhalb der Winter- und Weihnachtsausstellung während der Eröffnung an. FOTO: Andreas Staindl
Zeitzeugnisse der jahrhundertealten Dorfgeschichte werden in der Winterausstellung präsentiert. Von Andreas Staindl

Der Freundeskreis Kornspeicher e.V. in Straupitz bleibt sich treu. Er präsentiert auch in diesem Jahr eine Winter- und Weihnachtsausstellung. Sie wurde am   1. Advent eröffnet – das Interesse war groß. „Ich bin mit der Resonanz zufrieden“, sagt Gundula Schmidt vom Freundeskreis. „Die Besucher sind sehr erstaunt, was sie in unserer Ausstellung zu sehen bekommen.“ Zeitzeugnisse der jahrhundertealten Dorfgeschichte werden präsentiert. Und das nicht nur mit Exponaten, sondern auch mit Originalaufnahmen von Verstorbenen. So erzählt Bertha Bast den Besuchern, wie man Flachs be- und verarbeitet. Ihre Stimme erklingt, wie auch die Stimmen weiterer Zeitzeugen, aus einem historischen Radio.

Die Mitglieder des Freundeskreises Kornspeicher halten die Erinnerung an das Leben und Wirken der Vorfahren lebendig. Sie laden aber aktuell auch zur Spurensuche ein. Ivonne Reichmann beugt sich mit ihrer Familie über die Spuren im Sand. „Die Spurensuche ist eine prima Idee vor allem für Kinder, aber auch für Erwachsene“, sagt die Chemnitzerin, die Freunde in Straupitz besucht hat. Und die Ausstellung selbst? „Sie macht sehr deutlich, wie das Leben früher im Spreewald und speziell in Straupitz war. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.“

Die Vereinsmitglieder können zu fast allen Exponaten eine Geschichte erzählen. „Auch junge Leute sind oft beeindruckt“, sagt Gundula Schmidt. „Das Interesse an historischen Dingen insgesamt wächst.“ Derzeit sind Adventskränze, drehende und klingende Weihnachtsbäumchen, eine Waldfee und andere weihnachtliche Exponate in die Ausstellung integriert. Und eben auch die Spurensuche. Diese Idee wurde gemeinsam mit der Waldschule in Lübben-Börnichen umgesetzt, wie Christine Montag vom Kornspeicher erzählt. „Wir ergänzen unsere Ausstellung in der Weihnachtszeit immer um neue, spannende Details. Wichtig ist uns, die Besucher neugierig zu machen, sie aktiv einzubeziehen.“

Das ist gelungen. Immer wieder streiften Besucher durch die Etagen des Kornspeichers, um sich auf Spurensuche zu begeben. Möglich ist das noch bis Ende des Jahres. 

 Gundula Schmidt richtet den Blick schon voraus: „Wir wollen künftig sorbische Bräuche noch stärker herausstellen und den Besuchern näher bringen.“ Die Spinte ist ein solcher Brauch. Saßen früher Mädchen und junge, unverheiratete Frauen zusammen in den Spinnstuben, um zu singen, zu plaudern und zu spinnen, geht es heute im Kornspeicher lockerer zu. Stefanie Gullnick lädt während der Adventszeit erstmals zur „Spinte modern“ ein. Historisches spannend präsentiert – das macht den Speicher in Straupitz so besonders. Das Konzept geht offenbar auf. „Wenn Besucher zu mir sagen, sie konnten bei uns zur Ruhe kommen, dann ist alles gut“, sagt Gundula Schmidt.

Öffnungszeiten und weitere Infos unter www.kornspeicher-straupitz.de