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Tag der offenen Tür
Spreewaldschule öffnet Türen

Zahlreiche Sechstklässler und deren Eltern nutzten den Tag der offenen Tür kürzlich in der Spreewaldschule in Lübben. Die Oberschule ist eine von zwei weiterführenden Schulen in der Kreisstadt.
Zahlreiche Sechstklässler und deren Eltern nutzten den Tag der offenen Tür kürzlich in der Spreewaldschule in Lübben. Die Oberschule ist eine von zwei weiterführenden Schulen in der Kreisstadt. FOTO: Andreas Staindl
Lübben . Zufriedene Schüler überzeugen sich von den Angeboten der Oberschule in Lübben. Von Andreas Staindl

Die Spreewaldschule in Lübben hat das gewisse Etwas. Sie ist bei Schülerinnen und Schülern beliebt. Und auch künftige Siebtklässler sind voller Vorfreude. Sie und ihre Eltern durften sich die Oberschule in Lübbens Stadtkern kürzlich anschauen und von den zahlreichen Angeboten überzeugen.

Die Schulleitung hatte zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Das Interesse war recht groß. Auch Pascal Elzemann nutzte die Möglichkeit. Sein Eindruck: „Das ist eine richtig gute Schule.“ Der Sechstklässler freut sich vor allem „auf die zahlreichen Sportangebote. Ich brauche Sport als Ausgleich.“ Ein Wechsel auf das Gymnasium kommt für den jungen Lübbener nicht in Frage: „Dort würde ich mich nur quälen. Und immer nur Sechsen schreiben, ist ja auch nicht so toll.“ Das Angebot der Spreewaldschule hatte ihn schon während einer früheren Informationsveranstaltung überzeugt: „Jetzt, nach dem Tag der offenen Tür, bin ich mir ganz sicher, dass ich in die Oberschule wechsele.“

Anna-Lena Kaiser ist diesen Schritt schon im vergangenen Jahr gegangen. „Ich habe ihn nicht bereut“, sagt die Siebtklässlerin aus dem Lübbener Ortsteil Hartmannsdorf. „Es ist alles so eingetroffen, wie ich es mir erhofft hatte. Die Lehrer sind nett, und es gibt ganztägig spannende Angebote. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

Anna-Lena hat wie zahlreiche andere Schülerinnen und Schüler künftige Siebtklässler und deren Eltern über Inhalte und Abläufe des Schulalltags informiert. Die Spreewaldschule ist eine Ganztagsschule und neben dem Paul-Gerhardt-Gymnasium eine von zwei weiterführenden Schulen in Lübben. Sie ist ideal für Kinder, deren schulische Leistungen in der Grundschule durchwachsen sind. Ziel ist es, die jungen Leute fit für eine Berufsausbildung zu machen.

Nick Hahn sieht die Spreewaldschule deshalb als gutes Sprungbrett in die Arbeitswelt. „Ich möchte Koch werden“, sagt der Sechstklässler. „Das, was ich hier in der Schule vom Fach WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik; Anmerkung der Redaktion) gehört habe, hat mich beeindruckt.“ Und noch etwas reizt den jungen Lübbener: „Hier werden zahlreiche spannende Arbeitsgemeinschaften angeboten.“

Jessica Fölber hat die Oberschule längst schätzen gelernt. „Die Lehrer sind zwar streng, doch sehr humorvoll, das gefällt mir“, sagt die Achtklässlerin aus Schiebsdorf (Unterspreewald). „Ich bin sehr froh, dass ich mich für die Spreewaldschule entschieden habe. Jeder wird hier ernst genommen, darf sich einbringen.“ Und es gibt eine zusätzliche Lehrkraft, die die Pädagogen unterstützt, sich für bessere Bildungschancen einsetzt.

Seit Schuljahresbeginn hat Valerie Naske diese Aufgabe in der Spreewaldschule übernommen. Sie ist keine Lehrerin und auch nicht im Auftrag des Bildungsministeriums tätig, sondern hat ein Studium mit wissenschaftlichem Hintergrund abgeschlossen. Die junge Frau arbeitet für „Teach First Deutschland“, einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, die es jetzt auch in Brandenburg gibt. In der Oberschule Am kleinen Hain kümmert sie sich um Flüchtlinge – dem aktuellen Schwerpunkt der Organisation. „Ich bin sehr froh, dass sie meine Arbeit unterstützt“, sagt Michalina Baier, die Deutsch, Politik und Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. „Die jungen Flüchtlinge kommen schließlich mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns. Das ist schon eine besondere Herausforderung.“

Valerie Naske hilft bei der deutschen Sprache, bei Hausaufgaben, bei ganz alltäglichen Dingen, zeigt zudem, wie Integration gelingen kann. „Ich bin quasi das Bindeglied zwischen Schülern und Schule“, erklärt sie. Knapp 20 Flüchtlinge besuchen derzeit die Spreewaldschule in Lübben, wie der Schulleiter Andreas Kurzhals sagt.

Was die künftigen Siebtklässler noch erwartet, konnten sie während des Tags der offenen Tür erfahren. Etwa, dass alle Zensuren der Schülerinnen und Schüler aktuell für Eltern auf der Internetseite der Schule einsehbar sind. „Das kommt bei den Eltern sehr gut an“, sagt der stellvertretende Schulleiter Stefan Michaelis. „Und es erleichtert unsere Arbeit, bringt weniger Stress, weil Eltern jederzeit über den Leistungsstand ihrer Kinder informiert sind und so aktiver mitwirken können.“

Weitere Informationen können interessierte Schüler und Eltern unter www.spreewald-schule.de im Internet abrufen.