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| 17:32 Uhr

Judoka
Spreewaldpokal findet mit Teilnehmerrekord statt

Sarah Rudnik (re.) versucht, einen Wurf bei ihrer sportlichen Gegnerin anzusetzen. Die Zehntklässlerin ist eine von 35 Kindern und Jugendlichen des gastgebenden Judoverein „Kuzushi“ beim Spreewaldpokal in Lübben.
Sarah Rudnik (re.) versucht, einen Wurf bei ihrer sportlichen Gegnerin anzusetzen. Die Zehntklässlerin ist eine von 35 Kindern und Jugendlichen des gastgebenden Judoverein „Kuzushi“ beim Spreewaldpokal in Lübben. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. 450 Judoka sorgen für beste Werbung für den Judosport in Lübben. Die Gastgeber überzeugen mit guten Platzierungen. Von Andreas Staindl

Lübben ist ein Mekka des Judosports in den ostdeutschen Bundesländern. Etwa 450 Judoka haben sich am Spreewaldpokal des Judoverein „Kuzushi e.V. vor einer Woche in der Kreisstadt beteiligt. „Neuer Teilnehmerrekord“, wie der Vereinschef Jörg Rudnik sagt. „Mehr geht organisatorisch nicht, obwohl das Interesse noch größer gewesen ist.“ Mehr als 300 Nachwuchs-Judokas der jüngeren Altersklassen hatten sich packende Kämpfe geliefert. Judoka von fast 40 Vereinen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben an zwei Tagen um Medaillen und Pokale gekämpft. Die Gastgeber überzeugten mit Platz vier am Samstag und Rang zwei am Sonntag in der Mannschaftswertung sowie zahlreichen Medaillen in den Einzelwertungen nicht nur sportlich.

Auch für die Organisation ernteten sie viel Lob. „Der Spreewaldpokal ist erneut super organisiert“, sagt Andre Lichan. „Ich bin sehr froh, dass es diesen Wettkampf in unserer Region gibt, denn das erspart uns lange Fahrtwege.“ Der Trainer des Judoverein „Ippon Kirchhain/Finsterwalde“ (Elbe-Elster) ist mit seinen Schützlingen Stammgast des Pokal-Turniers in der Spreewaldstadt: „Wir kommen gern hierher. Hier können alle unserer Judoka kämpfen, auch die, die auf höherklassigen Turnieren keine Chance hätten. Das ist prima und verschafft allen Sportlerinnen und Sportlern unabhängig ihres Könnens ein Erfolgserlebnis.“ Jörg Rudnik weiß um den Stellenwert des Spreewaldpokals: „Auch von unserem Verein sind Judoka dabei, die woanders nicht starten. Allen Nachwuchskämpfern die Gelegenheit zu geben, mal Kämpfe unter Wettkampfbedingungen zu bestreiten, das ist das Besondere dieser Veranstaltung.“ Der Aufwand für die Gastgeber ist enorm. 450 Quadratmeter Matten mussten verlegt werden. Das Parkett im Blauen Wunder war fast vollständig damit bedeckt. Auf fünf Matten am Samstag und vier Matten am Sonntag wurde parallel gekämpft.

Seit Wochen hatte der Verein das Turnier vorbereitet. Freitagabend begannen die Aufbauarbeiten. Während der Wettkampftage selbst waren etwa 50 Helfer des Judoverein „Kuzushi“ im Einsatz. Sie engagierten sich als Kampfrichter, kümmerten sich um organisatorische Abläufe sowie die Verpflegung der Teilnehmer und Gäste. „Ohne die Hilfe unserer Eltern wäre die Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich“, sagt Jörg Rudnik. „Wir haben sehr engagierte Mütter und Väter.“

Kathrin Stoye ist eine von ihnen. Sie sitzt im Vorstand des Vereins, ist zudem Übungsleiterin und war natürlich auch am Wochenende im Einsatz. „Mein Engagement im Verein ist eine schöne Abwechslung zu meinen Beruf“, sagt sie. „Man sieht und erlebt Dinge, die man sonst aus den Augen verliert. Und es macht mir großen Spaß, Kinder an den Judosport heranzuführen.“ Etwa 35 Kinder und Jugendliche des Gastgebers waren am Wochenende aktiv auf der Matte dabei.

Seit 26 Jahren organisiert der Judoverein in der Kreisstadt den Spreewaldpokal. Fast so lange schon ist Jens Schwarzer mit seinen Schützlingen dabei. „Wir kommen schon seit vielen Jahren zu diesem Turnier“, sagt der Vorsitzende des „Judovereins Lauchhammer“ (Oberspreewald-Lausitz). „Der Spreewaldpokal ist für unsere Judoka ein schönes Aufbauturnier. Hier können sie im Training Gelerntes anwenden und festigen, um später bei nationalen und internationalen Wettkämpfen erfolgreich zu sein. Das Turnier ist zudem ein regionaler Höhepunkt für die Kinder-und Jugendlichen, die noch über wenig Wettkampferfahrung verfügen.“ Jörg Rudnik hat am Wochenende „Kämpfe in hoher Qualität gesehen“. Immerhin standen auch überregional erfolgreiche Judoka auf der Matte. Beste Werbung für den Judosport war der Spreewaldpokal sowieso.