Mit der Spreewaldgurke kann fast jeder etwas anfangen. Verarbeitet ist sie in vielen Supermärkten zu finden. Die Ernte des bekannten Gemüses beginnt am Dienstag offiziell auf dem Spreewaldhof Niewitz (Dahme-Spreewald). Allerdings starte die Gurkensaison etwa eine Woche später als geplant, wie Andreas Traube vom Spreewaldverein mitteilte. Gewitter, die mit Starkregen und Hagel niedergingen, hätten auf einigen Gurkenfeldern Schäden verursacht. Das hatte laut Traube zur Folge, dass Nachpflanzungen notwendig wurden.

Bis Mitte Mai wiesen die Pflanzenbestände deutliche Verzögerungen in der Entwicklung auf, erklärte der Geschäftsführer des Spreewaldhofes Niewitz, Heinz-Georg Embach. Der dann folgende Witterungsumschwung bewirkte eine zügige Entwicklung der Bestände. „Die derzeitige Wetterlage ist Gurkenwetter“, sagte Embach. Auf seinem Gemüsehof werden auf knapp 32 Hektar Fläche Gurken angebaut.

Die Betriebe im Spreewald bauen in diesem Jahr auf rund 560 Hektar Ackerfläche die berühmten Gurken an. Der Spreewaldverein erwartet insgesamt eine Ernte von 30 000 bis 32 000 Tonnen Gurken.

Allein in der Knösels Gemüse-Erzeugung GmbH in Kasel-Golzig (Dahme-Spreewald) werden Gurken auf einer Fläche von 69 Hektar angebaut. Geschäftsführer Christoph Knösels erwartet eine Ernte von etwa 5500 Tonnen Gurken. 250 Erntehelfer sind in seinem Betrieb im Einsatz. Auf dem Gurkenhof Frehn in Schöneiche (Dahme-Spreewald) werden auf 65 Hektar Gurken und auf einem kleinen Teil Biogurken angebaut. Geschäftsführer Heinz-Peter Frehn rechnet mit etwa 3000 Tonnen Gurken.

Im Verarbeitungsbetrieb „RABE Spreewälder Konserven“ geht man es bei der Gurkenverarbeitung nach eigenen Angaben erst einmal gemächlich an. Etwa 20 Tonnen Gurken würden am Dienstag unter anderem zu Gewürzgurken verarbeitet, sagte eine Mitarbeiterin auf Anfrage.

Die eingelegte Gurke ist ein Markenzeichen des Spreewalds, dem bundesweit zweitgrößten Anbaugebiet. In örtlichen Einlege-Betrieben werden die Gurken verarbeitet, etwa zu Gewürzgurken, Salzgurken oder Honiggurken.