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| 01:00 Uhr

Spreewälder Badeseen sind sauber

Lübben / Luckau.. Die Gesundheitsämter geben grünes Licht: Wer es in diesem Sommer nicht bis ans Meer schafft, kann sich in einen der Seen im Landkreis Dahme-Spreewald stürzen, ohne Angst vor Keimen oder Algen haben zu müssen. Das gilt auch für Badegelegenheiten zwischen Lübbenau und Calau. Von Nils Michaelis

Das Ergebnis der aktuellen mikrobiologischen Untersuchung: Die insgesamt 45 registrierten Badeseen im Dahme-Spreewald-Kreis, darunter der Schwielochsee, Briesener See und der Neuendorfer See, sind frei von Viren und anderen gefährlichen Kleinstorganismen. Für das Tagebau-Restloch bei Schlabendorf, ein beliebtes Ausflugsziel für die Menschen aus dem Großraum Luckau, liegen keine Angaben vor, denn dort ist das Baden verboten. Das gilt auch für den See bei Egsdorf.
Der Badesee in Hindenberg bei Lübbenau sei ebenfalls absolut keimfrei, teilt Martina Pohle, Leiterin des Sachgebiets Hygiene des Kreisgesundheitsamtes in Senftenberg mit. Auch der Körbaer Teich sei frei von gefährlichen Erregern, stellt das Gesundheitsamt des Kreises Teltow-Fläming fest.
Einziges Sorgenkind in der Spreewald-Region ist der Horstteich bei Bornsdorf. „Dessen pH-Wert ist viel zu niedrig, auf seiner Oberfläche hat sich ockerfarbenes Eisenhydroxid abgesetzt“ , bilanziert Marion Kunzelmann, Leiterin des Gesundheitsamtes in Königs Wusterhausen. Aber: „Solange man das Wasser nicht in großen Mengen trinkt, besteht keine Gefahr.“ Hautverätzungen seien nicht zu befürchten, eine gründliche Dusche nach dem Baden dort aber dringend zu empfehlen.
Während der Badesaison von Mai bis September kontrollieren die Gesundheitsämter der Landkreise Dahme-Spreewald (LDS) und Oberspreewald-Lausitz (OSL) die Seen im 14-tägigen Rhythmus auf Bakterien. Für die Beurteilung eines Gewässers seien die mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse besonders wichtig, teilen die Behörden mit. Salmonellen und Darmviren zum Beispiel seien akute Krankheitserreger. Zusätzlich wird die Sichttiefe der Gewässer bestimmt, die Wassertemperatur gemessen und der Zustand der landseitigen Flächen beurteilt. So kritisiert der Kreis die ungepflegten Uferbereiche am Baggersee Schönwalde und dem Groß Leuthener See. Als Richtwert für die Sichttiefe gilt ein Meter. Hier schneiden der Köthener See, der Neuendorfer See und der Groß Leuthener See mit 0,7 Metern, 0,6 Metern und 0,3 Metern schlecht ab. Laut Martina Pohle liegt die Sichttiefe der beprobten Gewässer im Oberspreewald-Lausitz-Kreis knapp über einem Meter.
Informationen zum Zustand der Badegewässer im Landkreis Dahme-Spreewald hat der Kreis unter dem Link www.luis-bb.de zusammengestellt. Eine Übersicht der mikrobiologischen Auswertung für die beliebtesten Badeseen in ganz Brandenburg bietet das Potsdamer Umweltministerium im Internet unter www.luis-bb.de.