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Wieder aufgeflammt
Sportstättengebühren erneut in Diskussion

Die Gebühren für die Sportstätten in der Stadt, auf dem Foto die Turnhalle der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule, sind erneut in der Diskussion. Archivfoto: A. Staindl
Die Gebühren für die Sportstätten in der Stadt, auf dem Foto die Turnhalle der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule, sind erneut in der Diskussion. Archivfoto: A. Staindl FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Abgeordnete regen an, über andere Modelle bei den Gebühren nachzudenken. Anlass seien die gute Haushaltslage der Stadt Lübben und immer wieder Ärger bei den Betroffenen.

Die Entgeltordnungssatzung für die Nutzung der kommunalen Sportanlagen der Stadt Lübben ist seit Mai des vergangenen Jahrs in Kraft. Sie hatte schon damals für reichlich Zündstoff gesorgt (die RUNDSCHAU berichtete).

Kürzlich ist die Satzung erneut in den Fokus gerückt. Peter Rogalla (Die Linke) hat die Diskussion während der letzten Sitzung des Bildungsausschusses in diesem Jahr angeschoben. Der Abgeordnete wollte von Lübbens Kämmerer Lutz Gottheiner wissen, wie dieser mit Blick auf den Haushaltsentwurf 2018 die Chancen für eine Senkung der Sportstättengebühren sieht. Die eingenommenen etwa rund 20 000 Euro stehen den Worten Peter Rogallas zufolge „in keinem Verhältnis zum Aufwand und Ärger sowie zur Diskussion mit den Betroffenen. Die Entgeltordnung sorgt immer wieder für Unfrieden bei den Bürgern.“

Kämmerer Lutz Gottheiner verwies darauf, dass die Stadt durchaus auf die Einnahmen verzichten und dennoch den Haushalt 2018 ausgleichen könnte: „Doch es kommen auch wieder dünnere Jahre. Wenn ein Haushaltssicherungskonzept wieder Thema wird, wird uns die Aufsichtsbehörde auffordern, alles zu tun, um Geld einzunehmen. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet.“

Der Finanzchef ist zudem skeptisch, wie es „bei den Leuten ankommt, wenn wir die Sportstättengebühren abschaffen“. Für den Ausschussvorsitzenden Jens Richter (CDU/Grüne) müssen die Gebühren „nicht gleich abgeschafft werden, doch über andere Modelle sollten wir schon nachdenken“.