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Handball
Versöhnlicher Abschluss des HC Spreewald

Der HC Spreewald erwies sich im Derby gegen die TSG Lübbenau treffsicherer.
Der HC Spreewald erwies sich im Derby gegen die TSG Lübbenau treffsicherer. FOTO: Robert W. Naase
Handball Brandenburgliga Männer. In der Handball-Brandenburgliga bezwingen die HCS-Männer in einem aufregenden Derby die TSG Lübbenau mit 30:24 (11:11).

HC Spreewald – TSG Lübbenau 63 30:24 (11:11)

In diesem mit Spannung erwarteten Kräftemessen wollte sich die TSG für die beiden in der Vorsaison erlittenen Niederlagen revanchieren und startete somit couragiert in die Partie. Bis zur Halbzeit erkämpfte sich der HC jedoch den Ausgleich (11:11) und zog aufgrund der breiteren Bank letztlich verdient ab der 45. Spielminute davon.

Der erste Spielabschnitt war auf beiden Seiten von harter aber fairer Abwehrarbeit, sowie überragenden Torhüterleistungen gekennzeichnet. Nach dem 0:1 der Gäste durch Thomas Werban verlief das Spiel nach Toren von Erik Handke, Nils Werner und Chris Guhrenz im Gleichschritt (3:3, 10.). Beide Seiten vergaben in der Anfangsphase bereits jeweils einen Strafwurf und auch in der Folgezeit standen die beiden Torhüter Daniel Wegner und Lars Kasper immer wieder im Fokus. Während die TSG binnen drei Spielminuten auf 3:6 (15.) enteilte, ließen die Gastgeber im Umkehrspiel klare Einwurfmöglichkeiten aus. Die Hereinnahme von Florian Beyer und Jonathan Weske brachte jedoch frischen Wind in die Lübbener Angriffsaktionen und so verkürzten sie auf 5:6 (19.). Nach dem Überzahl­tor zum 6:8 (22.) durch Marc-Robin Hiesener und der nötigen Auszeit durch das Trainergespann Wolschke/Zwieb fand die HC-Abwehr besser zusammen und hatte in Daniel Wegner den nötigen Rückhalt in brenzligen Situationen. Die TSG tat sich zunehmend schwerer, so dass Jens Kranick per Strafwurf den fälligen Ausgleich herstellte (9:9, 27.). Die nachfolgende Unterzahl spielten die Gäste jedoch geschickt herunter. Die Tore von Dustin Trenkmann und Justin Suhl wurden durch den wendigen Paul Meisner und Florian Beyer zum leistungsgerechten 11:11-Halbzeitstand ausgeglichen.

Die zweite Halbzeit startete mit überhasteten Angriffsaktionen der Gastgeber, die durch die Lübbenauer aber nicht kaltschnäuzig genutzt wurden. Infolgedessen gelang es bis zum 18:18 (44.) keiner der beiden Mannschaften, sich spielentscheidend abzusetzen. Als Daniel Wegner jedoch erneut zwei sogenannte Hundertprozentige parierte und im Gegenstoß Jonathan Weske (2), Nils Werner und der an diesem Tag besonders agile und von der TSG-Abwehr kaum zu stoppende Florian Beyer das 22:18 (50.) markierten, schien der Glaube der TSG gebrochen zu sein. Als Justin Suhl zudem fünf Minuten vor Schluss per Strafwurf scheiterte und bei eigener Unterzahl Jonathan Weske und Paul Meisner auf 27:20 (56.) erhöhten, schallten bereits erste „Derbysieger“ Sprechchöre von den Rängen. In den letzten Spielminuten wurde auf beiden Seiten nicht mehr mit vollster Konzentration verteidigt, so dass die beiden treffsichersten TSG-Schützen Dustin Trenkmann (2) und Nicola Kuhlmey (2) den Vorsprung konstant hielten. Das Derby endete letztlich nach aufregenden und emotionalen 60 Spielminuten mit 30:24.

Damit rehabilitierte sich der HC von der schmerzhaften Niederlage aus der Vorwoche und festigt den zweiten Tabellenplatz (18:2 Punkte). Die TSG ist  wie am Ende der Vorsaison Vierter (13:7). Zum Abschluss der Hinrunde tritt der HC Spreewald am 13. Januar beim drittplatzierten LHC II aus Cottbus an, wohingegen die TSG die zweite Vertretung aus Oranienburg empfängt.

HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide Tor), Florian Beyer (7 Tore), Danilo Wendt, Jonathan Weske (5), Paul Meisner (4), Pascal Würfel, Chris Guhrenz (1), Erik Handke (2), Pascal Freund (1), Tobias Lubig, Jens Kranick (2/1) und Nils Werner (8/3),

TSG Lübbenau: Lars Kasper (1) und Florian Verhoeven (beide Tor), Nicola Kuhlmey (5/1), Rene Sewald, Marian Siebert (1), Thomas Werban (1), Justin Suhl (5/2), Dustin Trenkmann (5), Henrik Wahnschaffe (3), Julian Maczko, Marius König und Marc-Robin Hiesener (3).