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| 18:09 Uhr

Handball
Spreewald-Sieg mit Beigeschmack

Der HC Spreewald setzte sich gegen den HSV Wildau deutlich durch, bezahlt aber den Sieg sehr teuer.
Der HC Spreewald setzte sich gegen den HSV Wildau deutlich durch, bezahlt aber den Sieg sehr teuer. FOTO: Robert W. Naase / Photographer: Robert W. Naase
Handball-Brandenburg-Liga Männer. Kapitän Nils Werner verletzt sich im Brandenburgliga-Spiel gegen Wildau schwer. Calauer Frauen gegen Cottbus ideenlos.

HC Spreewald - HSV Wildau 1950 27:18 (14:13) Mit nur sieben Feldspielern lieferten die Gäste eine kämpferisch starke erste Halbzeit ab, die jedoch auch durch den zum Teil behäbigen Spielaufbau sowie eine zu passive Deckungsarbeit der Spreewälder begünstigt wurde. Die zahlreich erschienenen Zuschauer staunten daher nicht schlecht, als die Gäste bis zur elften Spielminute einen Drei-Tore-Vorsprung (3:6) erspielten. Langsam festigte sich jedoch der Spreewälder Deckungsverband in Kombination mit den Torhütern. Die so forcierten Ballgewinne wurden per zweiter Welle durch Jörn Grötschel und Christian Krause zum 5:6-Anschluss (13.) genutzt. Anschließend konnte der HC mit einem 4:0-Lauf seiner Favoritenrolle gerecht (10:8, 22.) werden, ohne allerdings vollends das Zepter zu übernehmen.

Trainer Mirko Wolschke fand jedoch offensichtlich die richtigen Worte während seiner Kabinenpredigt. Mit frischem Wind kamen die Spreewälder zurück aufs Parkett, überzeugten in der Abwehr und im Torhüterspiel, sodass die Gäste fast zehn Minuten ohne Torerfolg blieben. Im Angriff erspielte die Gurkentruppe, dank eines nun flüssig vorgetragenen Kombinationsspiels, beste Einwurfmöglichkeiten. Auch die Gästeauszeit änderte nichts an einer über weite Strecken starken zweiten Halbzeit (22:15, 44.). Wildau kämpfte zwar weiterhin, musste jedoch dem hohen Tempo und den fehlenden Wechseloptionen Tribut zollen. Zum Entsetzen aller verletzte sich Kapitän Nils Werner zu diesem Zeitpunkt schwer und wird aller Voraussicht bis zum Rückrundenstart ausfallen. Ein unglückliches Wochenende für die beiden Jäger des OSL-Absteigers Brandenburg/West, denn auch Enrico Bolduan (Teltow/Ruhlsdorf) muss nach Achillessehnenriss mehrere Monate pausieren.

HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Danilo Wendt (1 Tor), Jörn Grötschel (1), Tim Glowinkowski (2), Chris Guhrenz (6), Erik Handke (2), Christian Krause (4), Pascal Freund (4), Jens Kranick (1) und Nils Werner (6).

HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf – TSG Lübbenau 34:29 (12:12) Diesen Sieg hatten sich die Gastgeber leichter vorgestellt. Denn die Spreewälder überraschten den Meisterschaftsfavoriten mit fehlerfreiem Spielaufbau und kompakt stehender Defensive. Dustin Trenkmann setzte den Treffer zum 0:1 und Justin Suhl und Nicola Kuhlmey erhöhten den Spielstand zum 1:5. Auch der Gastgeber hatte den Spielfaden aufgenommen. Ihr druckvolles Tempospiel konnte nur mit Fouls unterbrochen werden und die Strafzeiten im TSG-Team häuften sich. In der 17. Minute dann der Ausgleichstreffer zum 8:8. Die Spreewälder antworteten durch Thomas Werban und Marius König mit den Treffern zum 9:11 und die Gastgeber verkürzten zum 11:12. Nach der Disqualifikation von TSGs Rückraumschützen Henrik Wahnschaffe nutzten die Hausherren das Überzahlspiel und Sascha Klimczak konnte zum 12:12-Halbzeitstand ausgleichen.

Den Start in den zweiten Spielabschnitt eröffneten die Spreewälder mit den Treffern zum 12:14. Beide Deckungsreihen kontrollierten die Angriffsaktionen des Gegners. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf um jedes Tor. Ballverluste der Gäste wurden vom Gegner mit den Ausgleichstreffern zum 15:15 bestraft. Starke Torwartleistungen ermöglichten den Gästen das schnelle Umkehrspiel und Dustin Trenkmann setzte die Führungstreffer zum 15:17. Der Favorit war gefordert. Mit drei Toren in Folge setzte er in der 40. Minute mit dem 18:17 seinen ersten Führungstreffer. Auch über die Stationen 20:19 und 24:22 sahen die Zuschauer einen Spielverlauf auf Augenhöhe. Viele Strafzeiten störten den Spielrhythmus der Spreewälder. Die Konzentration ging verloren. Ihren Angriffsaktionen fehlte der erfolgreiche Abschluss. Auch die bis dahin aufmerksame Deckung wackelte und ließ dem Gegner Raum für die Treffer zum 27:23. Vincent Jauer verkürzte zum 28:25. Die Gastgeber antworten mit den Treffern zum 30:25 und 33:28 und bestimmten den verbleibenden Spielverlauf. Den letzten Treffer in einem jederzeit spannenden Spielverlauf, in dem der favorisierte Gastgeber lange um den Sieg bangen musste, setzte mit seinem neunten Treffer Topscorer Sascha Klimczak.

TSG Lübbenau mit: Werban (1), Kuhlmey (3); Suhl (4); Trenkmann (9), Richter (1); Wahnschaffe (2); König (1); Domann, Kasper, Wilde (5); Jauer (3); Pipiale, Verhoeven

HC Bad Liebenwerda – SV Lok Rangsdorf 28:34 (15:17) Den Beginn der Partie verschliefen die Gastgeber gänzlich und gerieten schon früh im Spiel mit 3:9 ins Hintertreffen. Die darauffolgende Auszeit rüttelte die Kurstädter ein wenig wach und sie kamen besser ins Spiel, wodurch sie den Rückstand bis zur Halbzeit auf zwei Tore verkürzen konnten. Der HC war nun wieder in Schlagdistanz, dennoch musste in der zweiten Spielhälfte eine deutliche Leistungssteigerung her, um dieses Spiel für sich entscheiden zu können. Doch auch der Beginn der zweiten Halbzeit verlief nicht optimal, wieder kam man etwas verschlafen aus der Kabine und verpasste es, den direkten Anschlusstreffer zu erzielen. Die Rangsdorfer nutzten die Fehler der Gastgeber gnadenlos aus und setzten sich prompt wieder mit vier Toren ab. Mit einem Sechs-Tore-Lauf zur Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Gäste das Spiel frühzeitig für sich entscheiden, denn trotz kämpfender Kurstädter ließen sie nichts mehr anbrennen und brachten den ausgearbeiteten Vorsprung ungefährdet über die Zeit. Am Ende konnte der SV Lok Rangsdorf einen verdienten 28:34-Auswärtssieg feiern.

Bad Liebenwerda mit: Oliver Böhme, Philipp Rieger, Franz Henkelmann (1), Tim Ungermann (1), Tim Preibisch (1), Richard Kasprzak (9), Daniel Brochwitz (3), Marvin Nürbchen, Patrick Zieris, Jonas Schenk (3), Paul Götze (4), Michael Dielefeld (4), Michael Pulz (2)

HV Calau - LHC Cottbus 25:34 (10:20)  Die ersten 15 Minuten waren noch sehr ausgeglichen. Die Frauen des HVC fanden immer wieder ihren Nebenmann und konnten durch Tore von Theresa Richter (1), Antje Jende (3), Monique Steinert (1) und Ines Lindner (1) bis zur 14. Minute (6:8) den Anschluss halten. Danach zogen die Gäste langsam davon. Es ergaben sich zwar durchaus gute Wurfpositionen, aber dann scheiterte man ein ums andere Mal an der Cottbuser Torfrau, die sofort den Konterangriff einleitete. Die Cottbuserinnen setzten sich über die Stationen 6:10, 8:14 und 9:18 zur Halbzeit mit 10 Toren (10:20) ab. Vor allem die schnellen Tempogegenstöße über die Außen und ein gelungenes Kombinationsspiel der LHC-Damen zogen den Calauerinnen den Zahn. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Calauer Frauen den Abstand kaum verringern. Die Tore über den Kreis durch Janine Schuster (1) und aus dem Rückraum durch Ines Lindner (1), Antje Jende (1) und wiederum Janine Schuster (1) sowie Tempogegenstöße von Sabrina Hellmann (2), Theresa Richter (2) und Vivian Heppner (1) reichten nicht aus, denn auch Cottbus spielte weiter souverän seine Angriffe heraus, sodass der Abstand nahezu gleich blieb. Zum Ende des Spiels wurde noch einmal etwas besser zugepackt, es konnten weitere Angriffe erfolgreich gelaufen werden und auch Anika Leske im Tor zeigte einige sehenswerte Paraden. Dennoch ging das Spiel am Ende 25:34 verloren.

HV Calau mit: Anika Leske, Alexandra Band (beide im Tor), Rieke Faatz, Sabrina Hellmann (6/2), Vivian Heppner (1), Julia Hilgenfeld, Antje Jende (6/3), Jeanett Kretschmar, Ines Lindner (2), Theresa Richter (5), Janine Schuster (3), Josephine Schwebel (1) und Monique Steinert (1)