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Handball-Brandenburgliga
Siegesserie des HC Spreewald hält weiter an

Schon zur Pause hatte der HC Spreewald gegen den SV Berolina Lychen alles klar gemacht.
Schon zur Pause hatte der HC Spreewald gegen den SV Berolina Lychen alles klar gemacht. FOTO: Robert W. Naase
Brandenburgliga Männer. Die HC-Handballer haben den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hingelegt. Auch die Doberlug-Damen waren nicht zu stoppen.

HC Spreewald - SV Berolina Lychen 31:20 (15:6). Schnelle und robuste Abwehrarbeit durch den Innenblock um Erik Handke und Florian Beyer trieben die Lychener in den ersten 20 Spielminuten immer wieder zur Verzweiflung. Nach dem schnellen 4:1 (8. Min) trug ein sicherer Florian Kleindienst mit einem gehaltenen Strafwurf und schnellem Umkehrspiel zum Ausbau des Vorsprungs bis auf 8:2 (13.) bei. Höhepunkt hierbei war der Kempapass vom eigenen Torkreis auf Tim Glowinkowski, der auf der anderen Seite des Spielfelds erfolgreich abschloss. Angetrieben durch Kapitän Nils Werner und Rückkehrer Chris Guhrenz konnte die Gurkentruppe so bis zur Halbzeitpause auf 15:6 davon ziehen. Nachdem die Gäste nach dem Seitenwechsel auf 15:8 (33.) verkürzten, drückten vor allem der an diesem Tag treffsichere Florian Beyer (3 Tore) und der pfeilschnelle Jens Kranick (3) dem Spiel ihren Stempel auf (21:10, 43.). Jonathan Weske (2) nutzte seine körperlichen Vorteile und setzte zudem seine Nebenleute Pascal Würfel und Tobias Lubig gekonnt in Szene (29:16, 54.). Bis zum Schlusspfiff unterstützten die zahlreich mitgereisten Fans ihre Berolina, so dass die Uckermärker das Ergebnis mit 31:20 in Grenzen hielten. Insgesamt der fünfte, souveräne Auftritt des HC Spreewald, der den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte auf fünf Siege und 10:0 Punkte ausbaut und somit als einziges Team der Brandenburgliga verlustpunktfrei bleibt.

HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Florian Beyer (8 Tore), Danilo Wendt, Jonathan Weske (5), Chris Guhrenz (3), Pascal Würfel (1), Pascal Freund (1),Tobias Lubig (1), Erik Handke (2), Jens Kranick (5), Nils Werner (3/1) und Tim Glowinkowski (2/1)

HC Bad Liebenwerda – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 28:27 (16:14) Aus einer stabilen Abwehr heraus und sicher abgeschlossenen Angriffen gelang es den Kurstädtern, stets eine knappe Führung für sich zu verbuchen. Auch die direkte Manndeckung gegen Hannes Rabe, welcher sich wieder einmal als bester Torschütze des Spiels auszeichnen konnte, brachte die Mannschaft selten in Bedrängnis. Zur Halbzeit stand jedoch nur eine knappe 16:14-Führung auf der Anzeigetafel. Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste endete. Es gab weiterhin einen offenen Schlagabtausch, in welchem der HCL auch im weiteren Spielverlauf stets knapp die Oberhand bewahren konnte. Zur 47. Minute konnte sich die Mannschaft unter dem Trainergespann Holling/Große zum ersten Mal etwas deutlicher mit 24:19 absetzen. Doch eine kurze Schwächephase, begleitet von einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe, ließ den Gegner wieder auf ein Tor herankommen. Die folgende Auszeit drei Minuten vor Ende sollte noch einmal Ruhe in das Kurstädter Spiel bringen. Bis zur letzten Spielminute war der Ausgang dieser Partie völlig offen, denn 30 Sekunden vor Schluss gelangen die Gäste durch einen unglücklichen Ballverlust auf Seiten des Gastgebers noch einmal in Ballbesitz und hätten durchaus noch einen Punkt aus der Kurstadt entführen können. Durch herzhaftes Eingreifen in der Abwehr konnte der knappe Vorsprung doch noch über die Zeit gebracht werden. Wieder einmal bedankt sich die Mannschaft für die großartige Unterstützung der Zuschauer und hofft im nächsten Heimspiel gegen den HSV Wildau wieder auf zahlreiche Fans.

HC Bad Liebenwerda: Tor: Oliver Böhme, Philipp Rieger Feld: Fabian Weigl, Tim Preibisch (1), Richard Kasprzak (1), Daniel Brochwitz (5), Hannes Rabe (9) Patrick Zieris, Jonas Schenk (5), Paul Götze (3), Michael Dielefeld (1), Marius Noch (3)

TSG Lübbenau 63 - HSV Wildau 1950 27:27 (11:13) Die TSG konnte den ersten Treffer setzen, die Wildauer glichen im Gegenzug aus. Stand es in der 10. Spielminute noch 4:4, konnte sich Wildau bis auf ein 5:8 in der 19. Spielminute absetzen. Die TSG-Mannen ließen reihenweise klare Torchancen aus, so dass Trainer Nolde bereits eine Auszeit nehmen musste. Der Rückstand konnte bis zur 29. Minute mit 10:10 ausgeglichen werden. Leichte technische Fehler nutzten die Wildauer bis zur Halbzeitpause konsequent aus, so dass sie mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine gehen konnten. Die verfahrene Spielweise mit vielen technischen Fehlern der Lübbenauer zu Beginn der zweiten Hälfte führte zum Ausbau des Vorsprungs mit 13:17 in der 36. Spielminute. Ebenso mangelte es am stabilen Mittelblock in der Abwehr, der in den letzten Spielen ein Garant für die Siege war. Auch die beiden Schiedsrichter trugen mit ihrer eigenartigen Spielleitung und den zahlreichen Hinausstellungen auf beiden Seiten nicht zu einem sehenswerten Spiel bei. Erst ab der 41. Spielminute konnten die TSG-Spieler schrittweise den Vorsprung verringern und in der 51. Spielminute zum 20:20 ausgleichen. Die Schlussphase war ein offener Schlagabtausch, in dem die TSG die jeweilige Führung der Wildauer ausglich. Drei Minuten vor Spielende konnte die TSG zum 27:27-Endstand ausgleichen. Beide Mannschaften konnten trotz freier Wurfchancen keinen Treffer mehr setzen, da sie jeweils an den Torwarten scheiterten. Mit Blick auf den gesamten Spielverlauf waren sich die Lübbenauer einig, dass das Unentschieden ein wichtiger Punktgewinn ist.

TSG Lübbenau: Kasper (TW), Verhoeven (TW), Kuhlmey (7), Sewald (3), Siebert (1), Werban (4), Suhl, Trenkmann (7), König (1), Moczko, Hiesener (3), Pipiale (1)

HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf – VfB Doberlug-Kirchhain 24:27 (13:14) Das Spiel begann schnell und intensiv. Doch die VfB-Frauen bissen die Zähne zusammen und zeigten eine gute Abwehr sowie erfolgreiche Abschlüsse im Angriff. Die Gerberstädterinnen konnten sich so mit bis zu fünf Toren bis zur 22. Spielminute (8:13) in Führung bringen. In der 27. Minute verwandelten die VfB-Damen das letzte Tor der ersten Halbzeit (11:14), dagegen erwachten die Frauen der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf nochmal richtig und konnten zum 13:14 (29.) herankommen. Die zweite Halbzeit startete recht spannend. Der HSG RSV konnte immer wieder ausgleichen, sich aber keinen Vorsprung erkämpfen. Dafür fanden die VfB-Frauen ab der 42. Minute (19:20) wieder überzeugender in Spiels, sodass sie sich jetzt wieder in Führung brachten und diese auch nicht mehr hergaben. Über die Stationen 19:23 (50.), 20:26 (55.) kam es zu einem hart errungenen Sieg von 24:27 Toren. Die Siegesfreude war an diesem Tag leider etwas verhaltender, da doch einige Spielerinnen Schmerzen hatten.

VfB Doberlug-Kirchhain: Tor: J., Schulz, N. Zielasko, Feld: J. Böhme (6), A. Eichstädt (2), L. Fechner (4), A. Förster (1), E. Hase, J. Herrmann (2), M. Lange (4), M. Leschke, S. Rambow(2), S. Reinold (1), V. Seyfetdinova (5/3)

Oranienburger HC - TSV Germania Massen 32:29 (16:15) Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeberinnen. Bis zur 13. Minute erspielten sie sich einen kleinen Vorsprung zum 9:5. Massen holte wieder auf und glich vorerst zum 10:10 aus. Bis zur Halbzeit (16:15) konnte sich keine Mannschaft weiter absetzen.

Auch zu Beginn von Hälfte zwei  blieb es beim leichten Vorteil für Oranienburg. Die Gastgeberinnen legten vor und die TSV-Spielerinnen zogen nach, so dass die Anzeigetafel in der 42. Spielminute ein 22:21 zeigte. Das Tempo hoch haltend, konnten die Oranienburgerinnen nun fünf Tore in Folge erzielen. War das schon eine kleine Vorentscheidung? Die TSV-Spielerinnen steckten zu keiner Zeit auf und bewiesen ihren Kampfgeist. Vier Minuten vor Schluss verkürzten sie noch einmal auf 30:28, aber am Ende reichten die Kraft und Zeit nicht, hier noch eine Wende zu erzielen. Konnte Oranienburg auf eine volle Bank zurückgreifen, musste Massen sogar noch eine Verletzung von Vivien Beyer in Kauf nehmen und die 2. Halbzeit mit nur sieben Feldspielerinnen bestreiten. Am Ende stand ein 32:29 für Oranienburg in einer fair geführten Partie.

TSV Germania Massen:  Kristin Toschka (T), Mareike Gütte (T), Frances Preuß (1), Lisa Walter (2), Maria Starý (8), Vivien Beyer (2), Carolin Käbermann (4), Nancy Preuß (4), Nancy Burghardt (7), Theresa Töpfer (1)