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| 16:11 Uhr

Handball
Lübbenau mit dramatischer Schlussphase

Zwar überzeugte das Spreewälder Angriffsspiel nicht vollends, trotzdem wurde Ahrensdorf in Schach gehalten.
Zwar überzeugte das Spreewälder Angriffsspiel nicht vollends, trotzdem wurde Ahrensdorf in Schach gehalten. FOTO: Robert W. Naase / Photographer: Robert W. Naase, R
Handball-Brandenburgliga. Handball-Brandenburgliga: TSG-Handballer bezwingen Bad Freienwalde. Spreewald und Liebenwerda siegen ebenfalls.

HC Spreewald – HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst 29:24 (14:10) Die Randberliner sind typischerweise kein einfaches Pflaster für die Spreewälder, traten jedoch ohne ihre beiden Neuzugänge aus der Ostsee-Spree-Liga an, wodurch auch das urlaubsbedingte Fehlen von Pascal Freund nicht weiter ins Gewicht fiel. Die HSG startete engagiert in die Partie und ging folgerichtig mit 1:3 (4.) in Führung. Der HC tat sich schwer, was durchaus auch an der vorabendlichen Geburtstagsfeier von Neuzugang Christian Krause (30) gelegen haben mag, fand aber ab Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich merklich, auch da der HSG – mit Ausnahme von Florian Bosdorf (11 Tore) – die Durchschlagskraft fehlte. Die Spreewälder zwangen die Gäste nun immer wieder ins Zeitspiel, forcierten Ballgewinne und drehten so den Spielstand zum 5:3 (9.). Eine an diesem Tag nachlässige Chancenverwertung der Gurkentruppe verhinderte es jedoch frühzeitig, für klare Verhältnisse zu sorgen. Der HSG fehlte es an Alternativen, wohingegen beim Gastgeber auf allen Positionen munter durchgewechselt wurde. Zwar überzeugte auch das Spreewälder Angriffsspiel in puncto Laufbereitschaft und Kreativität nicht vollends, nichtsdestotrotz konnte der HCS auf Basis der sicher agierenden Abwehr – im Zusammenspiel mit Daniel Wegner im Tor – seinen Vorsprung ausbauen. Nach der durchwachsenen Vorbereitung ein Auftakt nach Maß.

HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Danilo Wendt (4 Tore), Jörn Grötschel (1), André Zogbaum (1), Tobias Lubig (2), Tim Glowinkowski (1), Chris Guhrenz (1), Erik Handke (3), Christian Krause (4), Jens Kranick (3/1) und Nils Werner (9/3).

TSG Lübbenau – SV Jahn Bad Freienwalde 32:31 (16:16) Es war das erwartet schwere Heimspiel der Lübbenauer TSG-Männer. In einem jederzeit hoch spannenden Spielverlauf, kämpften beide Rivalen bis in die Schlussminute um den Führungstreffer. Das TSG-Team mit dem besseren Start. Sie eröffneten das Spiel, überzeugten mit fehlerfreien Kombinationen und setzten die Treffer zum 3:0. Im Gegenzug ließ ihre ungeordnete und passive Deckung den Gästen Zeit für den Spielaufbau und Raum für die Anschlusstreffer zum 4:4. Beide Mannschaften mit druckvollen Offensivaktionen, sehenswerten Spielzügen. Auch im zweiten Spielabschnitt ein Kopf-an-Kopfrennen der Rivalen. Die Hausherren setzten durch Christopf Wilde den Führungstreffer zum 25:24 und Nicola Kuhlmey und Marius König erhöhten in der 50. Minute zum 28:25. In einer hektischen und kampfbetonten Schlussphase konnten die Kurstädter den Endspurt der Gastgeber mitgehen. Beim 29:28 war wieder alles offen. Auch auf ein 31:30 der Spreewälder folgte in der 58. Minute der Ausgleichstreffer zum 31:31. Dann war es Justin Suhl, der einen Fehlpass der Gäste provozierte und neun Sekunden vor Spielschluss den viel umjubelten Siegestreffer zum 32:31 setzte.

TSG Lübenau: Kuhlmey, Nicola (7) Werban, Thomas (2) Suhl, Justin (6) Richter, Stefan (1) Wahnschaffe, Henrik (3) König, Marius (1) Domann, Joey (1) Kasper, Lars; Jauer, Vicent (2) Pipiale, Oliver; Wilde, Christoph (10) Siebert, Marian ; Moczko, Julian

HC Bad Liebenwerda – Grünheider SV II 35:28 (19:15) Die Liebenwerdaer kannten die Gäste bereits aus der Verbandsliga-Saison vor zwei Jahren, wo man sich zwei kampfbetonte Duelle lieferte, welche die Kurstädter nur knapp für sich entscheiden konnten. Entsprechend gewarnt startete man in die Partie und sah schnell, dass Grünheide zu Recht den Sprung in die Brandenburgliga geschafft hatte. Bis zur 15. Spielminute gestaltete sich ein offenes Duell, bei dem auf beiden Seiten schnelle Angriffe ausgeführt wurden, welche nahezu vollständig zum Torerfolg genutzt werden konnten. Dabei war auch auffällig, dass die Abwehrreihen beider Teams weniger effektiv agierten. Beim Stand von 8:8 konnten die Kurstädter endlich eine stabilere Verteidigung stellen und durch Tempogegenstöße weiterhin erfolgreich zum Torabschluss kommen.  Hier zeigte sich bereits, dass die Gastmannschaft die hohe Spielgeschwindigkeit wohl nicht über 60 Minuten mitgehen würde. Bis zur Halbzeit erarbeiteten sich die Hausherren einen Vier-Tore-Vorsprung zum Spielstand von 19:15. In der Pause machte der Liebenwerdaer Trainer Thomas Große seinen Schützlingen klar, dass man sich keinesfalls auf dem erspielten Polster ausruhen dürfe, sondern weiter die Geschwindigkeit hochhalten müsse, um die Partie vorfristig entscheiden zu können.

Dies setzte die Mannschaft gut um und baute so über Konter die Führung weiter aus. Die Grünheider hingegen blieben weiter bei ihrem behäbigen Spielaufbau und erzielten ihre Treffer zumeist über den Kreis oder vom Siebenmeterpunkt aus. Die stets fair geführte Partie neigte sich so dem Ende zu, wobei es Liebenwerda versäumte, einen noch größeren Vorsprung herauszuspielen. Beim Spielstand von 35:28 ertönte die Schlusssirene und die Gastgeber freuten sich ob ihres zweiten Sieges im zweiten Saisonspiel.

Nach diesem gelungenen Heimspielauftakt haben die Kurstädter jeweils beide Punkte aus den Partien gegen die Aufsteiger aus den Verbandsligen eingefahren und können damit vorläufig zufrieden sein. Am kommenden Wochenende tritt die Mannschaft die Reise zum alljährlichen Titelaspiranten, der HSG Teltow/Ruhlsdorf, an. Man wird dort alles geben müssen, um den Favoriten eventuell ärgern zu können.

Bad Liebenwerda mit: Oliver Böhme (Tor), Philipp Rieger (Tor), Franz Henkelmann(2),Tim Preibisch (5), Richard Kasprzak (5), Daniel Brochwitz (3), Marvin Nürbchen (4), Patrick Zieris (3), Jonas Schenk (3), Paul Götze (6), Michael Dielefeld (3), Marius Noch (1)

HSC 2000 Frankfurt – TSV Germania Massen 34:27 (19:14) In ihrem ersten Auswärtsspiel gab es für die Frauen aus Massen keine Punkte zu holen. Mit 1:0 ging der HSC 2000 Frankfurt in Führung und gab diese bis zum Ende auch nicht ab. Die Gastgeberinnen übten ordentlich Druck auf die Gästeabwehr aus, wogegen der TSV kein geeignetes Mittel fand, die Angriffsaktionen zu unterbinden. Zu passiv standen die TSV-Spielerinnen dem wurfstarken Rückraum gegenüber und mussten mit „ansehen“, wie die Frankfurterinnen Tor um Tor davonzogen. Mit drei bis fünf Bällen hielten sie Massen auf Distanz. Beim Stand von 19:14 ging es in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild. Auch wenn die TSV-Spielerinnen ihre Angriffe erfolgreich abschlossen, mussten sie im Gegenzug immer wieder einen Gegentreffer einstecken. Sie konnten den Rückstand nicht verringern. In der Schlussphase baute der HSC seine Führung sogar noch aus. Mit 34:27 musste sich der TSV deutlich geschlagen geben.

Für Germania Massen spielten: Mareike Gütte, Vivien Beyer (beide Tor), Lisa Walter (2), Anne Fröschke (2), Nancy Burghardt (11), Maria Starý (6), Betty Walter (1), Carolin Käbermann (1), Theresa Töpfer (1), Nancy P. (2), Romy Freigang (1)