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| 16:03 Uhr

Handball
Lübben sieht einen Handball-Krimi

So umkämpft wie in dieser Szene war die Partie in der Handball-Brandenburgliga zwischen dem HC Spreewald und der HSG Teltow/Ruhlsdorf über weite Strecken.
So umkämpft wie in dieser Szene war die Partie in der Handball-Brandenburgliga zwischen dem HC Spreewald und der HSG Teltow/Ruhlsdorf über weite Strecken. FOTO: Robert W. Naase / Photographer: Robert W. Naase
Handball-Brandenburg-Liga Männer. Der HC Spreewald und Teltow/Ruhlsdorf teilen sich die Punkte. Der HC Bad Liebenwerda fährt einen Sieg ein.

HC Spreewald - HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf 25:25 (12:14). Bereits am dritten Spieltag der noch jungen Saison traf der HC Spreewald auf den amtierenden Vizemeister und Langzeitrivalen aus Teltow. In einer ausgeglichen Anfangsphase, in der der HC immer einem knappen Rückstand hinterher lief, setzte vor allem Kapitän Nils Werner (4 Tore, 6:7, 14.) die Akzente. In der Abwehr versuchte man die beiden besten HSG-Akteure, Sascha Klimczak und Enrico Bolduan, zu doppeln. Im Zuge dessen konnten diese jedoch ihre Mitspieler in Szene setzen. Mit der Hereinnahme des erst am Vorabend aus dem Urlaub zurückgekehrten Pascal Freund hatte der HC-Angriff ab Mitte der ersten Halbzeit mehr Durchschlagskraft. Folgerichtig konnte die Gurkentruppe erstmals in Führung gehen (9:8, 19.) und diesen Vorsprung bis zum 12:11 (27.) verteidigen. Allerdings agierten die Gastgeber in der Schlussphase zu überhastet im Angriff und unkonzentriert im Umschaltspiel, sodass die HSG mit dem Halbzeitpfiff den Spielstand zum 12:14 wendete. 

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein wahrer Krimi – Tatort: Lübbens „Blaues Wunder“. Nach drei schnellen Toren durch Danilo Wendt, Jörn Grötschel und Tobias Lubig sowie einer bewegliche Abwehrarbeit gegen den agilen HSG-Rückraum, erkämpfte sich der HC eine 15:14 (34.)-Führung. Die Gäste agierten jedoch weiterhin mit all ihrer Routine, trugen ihre Angriffe geduldig vor und blieben immer auf Tuchfühlung. Ein ständiger Führungswechsel bis in die Schlussphase des Spiels war die Folge. Ballverluste, unvorbereitete Würfe, spektakuläre Torwartparaden, aber auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten ließen die zahlreichen Zuschauer bis zum Ende mitfiebern. Schlussendlich hatten beide Mannschaften nach dem 25:25 (58.) die Chance auf den Siegtreffer, jedoch blieb er beiden verwehrt. Mit dem Remis bleiben die Kontrahenten weiterhin im Rennen um einen Podestplatz.

HC Spreewald mit: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Danilo Wendt (2), Jörn Grötschel (1), Tobias Lubig (2), Tim Glowinkowski (1), Erik Handke, Chris Guhrenz (2), Christian Krause (1), Jens Kranick (4/1), Pascal Freund (5) und Nils Werner (7/1).
HC Bad Liebenwerda – SV Jahn Bad Freienwalde 36:31 (16:13) (mn) Den Torreigen eröffnete der HCL. Die Anfangsphase war von einem sehr ausgeglichenen Spiel geprägt. Beide Teams schenkten einander nichts und blieben stets auf Augenhöhe. Erfolgreiche Torabschlüsse wurden prompt mit einem Gegentor beantwortet, sodass es keiner Mannschaft gelang, sich auch nur leicht abzusetzen. Es stand nach 18 Spielminuten 10:10 in der ersten Hälfte und eine deutliche Leistungssteigerung war notwendig, wenn man die Begegnung für sich entscheiden wollte. In der Folgezeit geschah dies auf Seiten der Liebenwerdaer. Diese agierten zunehmend besser und es gelang ihnen, durch einen starken Abwehrverband und einen torsicheren Angriff eine Drei-Tore-Führung bis zur Halbzeit zu erkämpfen. Beim Stand von 16:13 gingen beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Dass diese knappe Führung keinerlei Sicherheiten bot, sollten die Hausherren in der zweiten Spielhälfte zu spüren bekommen. Deutlich fitter und zielstrebiger kamen die Gäste aus Bad Freienwalde in die zweite Spielhälfte. Binnen weniger Minuten konnten diese erneut den Ausgleich erzielen und somit war die Partie wieder offen. Aufgeweckt nach dem ersten „Schreck“ kamen die Jungs vom HCL auch wieder in ihren Spielfluss. Mit einer sicheren Abwehrreihe und spielstarken Aktionen übernahmen sie das Spielgeschehen zunehmend. Deutlich hervorzuheben in der Begegnung waren die 7-Meterschützen beider Mannschaften. Auf Seiten des HCL sorgte Jonas Schenk mit fünf verwandelten Strafwürfen für viele wichtige Tore. Mitte der zweiten Halbzeit gelang es den Liebenwerdaern kurzzeitig mit vier Toren davonzuziehen. Erneut waren es aber die Gäste, welche sich davon nicht einschüchtern ließen. Diese nutzen jetzt auftretende Schwächen auf Seiten des HC gekonnt aus, um die Begegnung erneut auszugleichen und sogar kurzzeitig die Führung zu übernehmen (25:26).

In einer nun hektisch werdenden Phase, welche geprägt war von Zwei-Minuten-Strafen auf Seiten der Gäste, konnten die Kurstädter das Ruder erneut rumreißen. Mit vollem Einsatz und beflügelt durch die Fans übernahmen die Hausherren das Spielgeschehen und die Führung, welche sie bis zum Ende nicht mehr aus der Hand geben sollten. Am Ende gewann die erste Männermannschaft des HC Bad Liebenwerda verdient 36:31 und konnte somit zwei wichtige Punkte in der Heimat halten.

Für Bad Liebenwerda spielten: Oliver Böhme (Tor), Philipp Rieger (Tor), Henkelmann Franz (2), Ungermann Tim, Richard Kasprzak (7), Daniel Brochwitz (4), Nürbchen Marvin, Patrick Zieris (1), Jonas Schenk (11), Michael Dielefeld (3), Tim Preibisch (1), Marius Noch (2), Götze Paul (5)