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| 16:51 Uhr

Fussball
Lübben schießt Guben-Nord aus der Liga

Die Lübbener besiegelten durch ihren Sieg gegen Guben-Nord den Abstieg der Gäste in die Landesliga.
Die Lübbener besiegelten durch ihren Sieg gegen Guben-Nord den Abstieg der Gäste in die Landesliga. FOTO: Sven Bock
Beim BSV Guben Nord steht nach neun Jahren in der Brandenburgliga nach dem 0:1 gegen Grün-Weiß Lübben der Abstieg fest. Von Sven Bock

So gingen beide Teams ins Spiel: Vor der Partie war klar: Der BSV Guben Nord benötigt unbedingt drei Punkte, um sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen zu können. Mit nur zwei Siegen bei neun Niederlagen zeigte die Formkurve der Breesener in der Rückrunde deutlich nach unten. Personelle Probleme warfen die Elf von Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich immer wieder zurück. Dazu fehlte in vielen Spielen auch der unbedingte Kampfgeist und Siegeswille, der den BSV in den vergangenen Jahren auszeichnete. Dazu wartete mit Grün-Weiß Lübben ein Gegner, der sich als Aufsteiger schon frühzeitig von der Abstiegszone fern hielt und mit dem sechsten Tabellenplatz sogar die beste Saison der Vereinsgeschichte abschließen könnte.

So fiel der Treffer: Das Tor des Tages erzielte wieder mal Lübbens Torjäger Romano Lindner. Die Gubener hatten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf der eigenen rechten Abwehrseite eigentlich den Ball schon erobert, doch Wesllen Savaris Lopes setzte nach und erkämpfte sich die Kugel zurück. Seine Flanke landete punktgenau auf dem Kopf von Lindner, der am langen Pfosten den starken BSV-Keeper Danny Hübner per Bogenlampe überwand und zum 1:0-Sieg traf.

So verlief das Spiel: Bei hochsommerlichen Temperaturen im Stadion der Völkerfreundschaft begannen beide Teams verhalten. Lübben merkte man an, dass die Saison im Prinzip rum ist und nach oben oder unten nicht mehr viel passieren kann. Beim Passspiel fehlte oft die Konzentration und letzte Genauigkeit, um die BSV-Abwehr mehr in Verlegenheit bringen zu können. Die Gäste versuchten es aus der sicheren Abwehr heraus mit langen Bällen in die Spitze und auf die Außen, die aber zumeist eine sichere Beute der Grün-Weiß-Defensive wurden. Torraumszenen blieben entsprechend Mangelware. Kurz vor der Pause schlug dafür Romano Lindner eiskalt zu und traf zum verdienten 1:0 aus Lübbener Sicht. Wer jetzt in der zweiten Hälfte auf das Aufbäumen der Gubener gehofft hatte, wurde enttäuscht. Auch nach drei Wechseln und der Umstellung auf volle Offensive, blieb die große Druckphase der Gäste aus. Dafür machten sich bei 30 Grad die konditionellen Defizite des Teams bemerkbar. Der Lübbener Heimsieg geriet nie in Gefahr – und bei drei Pfostentreffern in der Schlussphase hätte am Ende das Ergebnis durchaus noch höher ausfallen können.

Das sagen die Trainer:

Thomas Schmidt (Grün-Weiß Lübben): „In der ersten Halbzeit war es enttäuschend, wir hatten uns eigentlich mehr vorgenommen, vor allem spielerisch. Der Gegner hat nicht viel zugelassen, aber wir hatten auch selbst viel zu viele Ballverluste und haben das Spiel langsam gemacht. In der zweiten Hälfte hat man dann auch konditionell den Unterschied gesehen. Mit der Zeit haben wir dann auch Fußball gespielt. Es fehlen bei jedem vom Kopf her ein paar Prozent, weil wir schon durch sind. Das merkt man auch, weil man sie nicht mehr so richtig kitzeln kann. Deswegen waren die letzten Spiele auch unter dem Radar. Aber wir sind sehr zufrieden mit der Saison. Der 6. Platz ist wohl die beste Saison des Vereins überhaupt. Darauf sind wir stolz und Respekt an die Jungs, dass sie sich voll reingehauen haben. Das Jahr hat wirklich Spaß gemacht." 

Franz-Aaron Ullrich (BSV Guben Nord): „Am Ende will natürlich keiner absteigen, aber irgendwo hat es sich in dieser Saison abgezeichnet und es ist auch verdient, weil wir in der Rückrunde nicht ein Mal das abgerufen haben, was vielleicht möglich wäre. Das hat sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison gezogen. Wenn mal alle da und fit gewesen wären, dann wären wir eine gute Truppe für die Liga gewesen. Das haben wir in den letzten Jahren oft genug bewiesen. Aber es war immer nur ein wenn, wenn, wenn. In der ganzen Rückrunde war der Topwert mal acht Leute im Training, sonst stehen wir mit sechs oder sieben Mann auf dem Platz und versuchen jedes Wochenende einen Kader zusammenzubekommen. Da muss man auch ganz ehrlich sagen, dass es am Ende nicht reicht."

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