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| 18:02 Uhr

Fussball
Lübben kassiert die erste Niederlage des Jahres

Falkensees Spielmacher Sanel Begzadic (M.) bekamen die Lübbener nicht in den Griff. Er bereitete beide Treffer vor.
Falkensees Spielmacher Sanel Begzadic (M.) bekamen die Lübbener nicht in den Griff. Er bereitete beide Treffer vor. FOTO: Fupa/Sven Bock
Grün-Weiß verliert in der Brandenburg-Liga bei böigem und eisigem Wind mit 1:2 beim SV Falkensee-Finkenkrug. Von Sven Bock

So gingen beide Teams ins Spiel:

Auf Falkenseer Seite waren alle Mann wieder an Bord. Kapitän Sanel Begzadic kehrte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre zurück in die Schaltzentrale des SVFF. Der noch für die A-Junioren spielberechtigt Cedric Burchardi durfte wieder die vollen 90 Minuten absolvieren. Mit dem in der zweiten Hälfte eingewechselten Manuel Drescher bekam eine weitere Falkenseer Nachwuchskraft Einsatzzeit. Darauf legt Trainer André Bittner viel Wert: „Es kommen gute Jungs nach: Wir wollen auf unseren Nachwuchs setzen und den einen oder anderen Spieler schon hochziehen, damit dann im Sommer der Sprung in den Männerbereich nicht mehr so groß ist.“

Auf Lübbener Seite musste Trainer Thomas Schmidt die gesperrten Toni Guttke und Phillip Herms ebenso ersetzen wie den verletzungsbedingt fehlenden Mittelfeldabräumer Arno Zelder. Schmidt: „Das sind wichtige Säulen im Team. Die können wir nicht mal eben so ersetzen, dafür ist unsere Personaldecke irgendwann einfach zu Ende.“


So vielen die Tore:
Aus Falkenseer Sicht zu den denkbar günstigsten Zeitpunkten direkt vor und nach der Pause: Nach mehreren vergebenen dicken Chancen blieb Torjäger Patrick Lenz in der 42. Minute eiskalt. Nach dem Ballgewinn in der eigenen Hälfte passte Spielmacher Sanel Begzadic den Ball genau in die Schnittstelle der Lübbener Abwehr. Lenz startete in den freien Raum und blieb auch alleine vor Grün-Weiß-Keeper Patrick Michaelis cool und traf zur Führung.

Kurz nach Wiederanpfiff hebelten Begzadic und Lenz in der 48. Minute mit einem einfachen Doppelpass die gesamte Lübbener Hintermannschaft aus. Der SVFF-Kapitän spielte erneut den finalen Pass in den Rücken der Gäste-Abwehr, wo Lenz wiederholt völlig frei vor Michaelis auftauchte und den schönsten Angriff der Partie sicher zum 2:0 verwertete.

Der Anschlusstreffer fiel durch eine Standardsituation. Antonia Pereira de Brito Junior brachte von der linken Seite die Ecke scharf vor das Tor und Lübbens Toptorschütze Romano Lindner drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.


So verlief die Partie:
Bei eisigem und böigen Wind war das Geläuf in der Falkenseer Leistikowstraße gut bespielbar. Die Hausherren hatten sich auf die äußeren Umstände besser eingestellt: Mit schnellem und flachem Kurzpasspiel gelang es dem SVFF immer wieder, in die gefährliche Zone vor das Lübbener Tor zu kommen. Alleine vor dem erstem Treffer tauchte Lenz schon zwei Mal mutterseelenallein vor Michaelis auf und hatte die verdiente Führung auf dem Schlappen.

Lübben tat sich dagegen schwer. Falkensee setzte die Spreewälder immer wieder früh unter Druck und war auch in den Zweikämpfen zumeist einen Schritt schneller. Dazu erwiesen sich die langen Bälle der Grün-Weißen aufgrund der teilweise extremen Böen als Glücksspiel und nicht als das richtige Mittel. Daran änderte sich in der zweite Hälfte wenig, auch wenn Lübben nun den Wind im Rücken als mögliche Unterstützung hatte. In der Offensive stimmte außerdem das Zusammenspiel zumeist nicht, so dass es nur bei Standards gefährlich wurde. Aber auch die hatte Falkensee trotz der Größenvorteile der Gäste über weite Strecken gut im Griff. Dennoch mussten die Hausherren bis zur letzten Sekunde hochkonzentriert in der Abwehrarbeit bleiben. Spätestens nach der von Christopher Schulze vom Elfmeterpunkt vergebenen Chance zur Entscheidung in der 66. Minute warf Lübben alles nach vorne. Am Ende blieb es beim verdienten Heimsieg der Falkenseer.
Das sagen die Trainer:

André Bittner (SV Falkensee-Finkenkrug): „Wir haben verdient gewonnen, aber es spannender gemacht als nötig. Wir wussten, dass Lübben nach dem Rückstand hinten aufmachen muss. Deswegen wollten wir ganz auf Konter setzen. Das wäre uns fast auch gut gelungen, wenn der Elfmeter reingegangen wäre. Am Ende zitterst du dann natürlich um jeden Ball, weil wir wussten, dass Lübben sehr kopfballstark ist. Aber im Luftduell haben wir es gut gemacht. So ein knapp erkämpfter Sieg ist gut für den Zusammenhalt der Mannschaft.“


Thomas Schmidt (Grün-Weiß Lübben):
„Wir haben nicht ins Spiel gefunden. Durch eigene Unzulänglichkeiten haben wir dem Gegner die Chancen ermöglicht. Wir haben keine Balance zwischen Angriff und Abwehr hinbekommen, in der Mitte gab es ein großes Loch. Unser Spiel war sehr fahrig, wir hatten zu wenig Ballsicherheit, Tempo und Bewegung. In den vergangenen Spielen hatten wir immer eine gute und eine weniger gute Halbzeit. Heute waren beide schlecht. Jetzt heißt es Mund abputzen und dann geht es nächste Woche weiter.“


Statistik: SV Falkensee/Finkenkrug – Grün-Weiß Lübben 2:1 (1:0).

Tore: 1:0, 2:0 Lenz (42.,48.), 2:1 Lindner (57.); Schiedsrichter: Köppen (Nichel); Zuschauer: 44
Lübben: Michaelis – Leschnik, Trehkopf, Pohle (56.Alves Ferreira), Albrecht – Lindner, Müller, Lehmann (83.Menzlow), Köhler (76.Jaja) – Tola, Pereira De Brito.

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