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| 16:24 Uhr

Handball
Der HC Spreewald ist der Meisterschaftssieger-Besieger

 Der HC Spreewald kann sich über eine starke Saison freuen. Am Ende wurden Andre Zogbaum (l.),  Jan Grötschel & Co. Tabellendritter.
Der HC Spreewald kann sich über eine starke Saison freuen. Am Ende wurden Andre Zogbaum (l.),  Jan Grötschel & Co. Tabellendritter. FOTO: Naase Robert / Photographer: Robert W. Naase
Brandenburg. Der HC Spreewald beendet die Saison mit einem 34:29 beim Oberliga-Aufsteiger Brandenburg-West. So ist mit Lübben auch in der nächsten Saison zu rechnen.

Am letzten Spieltag der Brandenburg-Liga-Saison 2018/19 trat der HC Spreewald beim designierten Ostsee-Spree-Liga-Aufsteiger aus Brandenburg an der Havel an. Bereits im umkämpften Hinspiel konnte die Wolschke-Sieben dem Staffelfavoriten ein 24:24-Unentschieden abtrotzen – im Rückspiel reichte es nun sogar zur großen Überraschung.

Trainer Mirko Wolschke forderte vollen Einsatz, um im Falle eines Patzers von Teltow/Ruhlsdorf auf den 2. Tabellenplatz zu rutschen. So entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein torreicher Schlagabtausch. Der SV 63 agierte dabei sehr druckvoll. Lübben hatte mit der aggressiven SV-Abwehr zu Beginn Probleme. Allerdings gelang es immer wieder, Pascal Freund in Wurfposition zu bringen, der aus dem Rückraum nach Belieben einnetzte.

Insgesamt zeigte der HCS eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die beste Abwehr der Liga um Grötschel/Lubig/Handke stand nun sicher und hatte in Florian Kleindienst einen starken Rückhalt. Nach dem 10:10 (17.) verlief das Spiel bis zum 20:20 (37.) auf Augenhöhe. Nun gelang es Lübben zwar, sich zwei Mal auf zwei Tore abzusetzen, allerdings noch nicht vorentscheidend. Die Kryszon-Zwillinge trieben den Gastgeber immer wieder an und so stand das Spiel in der 46. Minute (27:26) weiterhin Spitz auf Knopf. Chris Guhrenz und Nils Werner erhöhten in einer der wenigen Überzahlsituationen aber erstmalig auf drei Tore (29:26/47.).

Als auf der Gegenseite Daniel Wegner auch noch einen Strafwurf entschärfte und Freund bei angezeigtem Zeitspiel zum 30:26 (50.) traf, sprang die gesamte HC-Bank auf. In den letzten zehn Minuten agierten die Spreewälder wie alte Hasen. Die Gastgeber kannten im bisherigen Saisonverlauf eine solche Situation nicht. Um die erste Heimniederlage zu verhindern, bäumten sie sich zwar noch einmal kurzzeitig auf, ergaben sich allerdings in den Schlussminuten ihrem Schicksal.

Das 34:29 war am Ende eine Demonstration des größeren Willens, den der HCS in allen Mannschaftsteilen an den Tag gelegt hat. Nichtsdestotrotz steigt Brandenburg aufgrund einer ansonsten fast makellosen Saison verdient in die vierte Liga auf. Da zudem die nötige Cottbuser Schützenhilfe ausblieb, beenden die Spreewälder die Saison auf dem 3. Tabellenplatz. Mit jeweils drei von vier möglichen Punkten gegen die direkten Kontrahenten um die Podestplätze wird jedoch auch in der kommenden Saison mit Lübben zu rechnen sein.

Brandenburg-W. – HCS 29:34 (16:16).

HCS: Kleindienst, Wegner – Freund (13 Tore), Werner (9), Guhrenz (5), Kranick (2), Wendt (2), Lubig (2), Handke (1), Glowinkowski, Grötschel, Würfel und Krause.

(red/swr)