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| 15:46 Uhr

Zum Tag der Städtebauförderung
Spannende Touren in Lübben und Luckau

 Im alten Postamt entstehen neue Wohnungen.
Im alten Postamt entstehen neue Wohnungen. FOTO: Credit getit24 / privat
Lübben/Luckau. Unterwegs mit Lübbens Nachtwächter. Im alten Postamt in Luckau Tag der offenen Tür.

Anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung gibt die Lübbener Stadtverwaltung am Donnerstag, 9. Mai, einen Einblick in eines der aktuellen Projekte aus diesem Bereich – das Fußwegeleitsystem: Als einer von drei in diesem Rahmen geplanten thematischen Rundwegen wird der Nachtwächterpfad vorgestellt.

Regelmäßig geht der Lübbener Nachtwächter alias Frank Selbitz diesen Weg, um seinem Publikum Lübbener Geschichten und Geschichte bei Nacht näherzubringen. Dieses Jahr feiert er sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Da auf dem Pfad des Nachtwächters die frühere Lebenskultur der Lübbener und die Geschichte der Stadt erkundet werden können, wurde der Rundweg in das Fußwegeleitsystem aufgenommen.

Geplant ist, diesen und zwei weitere Rundwege (Natur-Route, historische Route) auszuschildern und mit digitalen Inhalten zu verknüpfen, die den Gästen der Stadt Informationen zu historischen Gebäuden, zurückliegenden Nutzungen und besonderen Begebenheiten vermitteln. Diese Wege sollen einladend gestaltet werden und Plätze zum Verweilen enthalten. Über die Rundwege hinaus soll durch das Fußwegeleitsystem insbesondere eine einheitliche Beschilderung vom Bahnhof zur Innenstadt und von der Schlossinsel zur Innenstadt hergestellt werden. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Start für den (diesmal kostenfreien) Nachtwächterrundgang am 9. Mai ist um 20 Uhr, Treffpunkt ist die Tourist-Info auf der Schlossinsel, teilt die Stadtverwaltung mit. Interessierte sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Rundgang durch die sanierte, abendliche Lübbener Innenstadt teilzunehmen. Ein Besuch des Trutzers in der westlichen Stadtmauerbefestigung mit der historischen Wächterstube, dem Domizil des Nachtwächters, steht ebenfalls auf dem Programm.

In Luckau erwartet am Sonnabend, 11. Mai, von 14 bis 16 Uhr das im Jahr 1872 erbaute alte Postamt an der Nordpromenade 15 die Besucher. Seit Jahren wird der historische Bau nur im Erdgeschoss von der Post als Verteilstation genutzt, nun entstehen in den darüber liegenden zwei Etagen insgesamt sechs Mietwohnungen. Die Umbauarbeiten sind im vollen Gange, der geplante Fertigstellungstermin ist im Sommer 2019.

Erworben hat dieses Objekt im Jahr 2012 Sabine Schingen aus Berlin; zu Beginn war sie lediglich als Vermieterin für das Erdgeschoss aktiv. Doch in den letzten Jahren wuchs ihr das Objekt und auch Luckau ans Herz und sie beschloss: „Das Gebäude ist geschichtsträchtig und hat eine Top-Lage, Luckau ist ein prosperierender Ort mit Charme – da muss man mehr draus machen.“

In dem Postgebäude schreiten seit Beginn im Februar die Arbeiten zügig voran, die erste Etage ist der Eigentümerin zufolge zu 70 Prozent fertiggestellt. Durch die umfangreiche Sanierung entstehen sechs Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, drei Wohnungen pro Etage. Vier Wohnungen sind bereits vermietet.

In dem zum Grundstück gehörigen Nebengebäude sollen in diesem Jahr ebenfalls fünf bis sechs Wohnungen entstehen. Dieses Objekt befindet sich noch in der Vor-Planung, der Bauantrag ist eingereicht.

Am 11. Mai laden die Eigentümer,

das Mutter-Tochter-Gespann Sabine und Anna Schingen, Interessierte ein, die Baustelle zu besichtigen, bei Kaffee und Kuchen Fragen zu stellen und die Beteiligten kennenzulernen. „Wir kommen selbst nicht aus Luckau und sind demnach mit den Bewohnern der Stadt nicht bekannt. Mit dem ‚Tag der offenen Tür‘ möchten wir uns gerne persönlich vorstellen und allen die Gelegenheit geben, sich vor Ort ein Bild zu machen“, so Sabine Schingen.

 Im alten Postamt entstehen neue Wohnungen.
Im alten Postamt entstehen neue Wohnungen. FOTO: Credit getit24 / privat