Als beginnende Normalität beschreibt Viola Klopfleisch das Programm für den Monat Juli. Sie leitet den Horizonte-Verein, der in der Logenstraße 25 eine Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen betreibt. „Auch wir mussten unsere Angebote herunterfahren“, sagt sie mit dem Blick auf die Zeit der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. In den vergangenen Wochen habe der Verein wieder begonnen Kontakt zu den Betroffenen aufzunehmen. Jedoch sei es nur per Anmeldung oder Einladung möglich gewesen, mit bis zu fünf Personen zusammenzukommen.
„Ab Juli fällt die Anmeldung weg“, sagt Klopfleisch. Erfahrungsgemäß kommen zu den täglichen Angeboten zwischen zehn und zwölf Personen. „Den nötigen Abstand können wir gewährleisten“, sagt sei. Damit sind Spielevormittag, Skatrunde oder Handarbeiten, Literaturnachmittag und Rommeturnier wieder möglich. Nur das Kochen müsse im Sommer weiterhin wegfallen. Für über 20 Personen, die regelmäßig zu diesem Termin in den Treff kamen,sind die Räume einfach zu klein, um die nötigen Abstände zu gewährleisten. Die Pläne mit dem kompletten Programm liegt in der Kontakt- und Beratungsstelle aus. Sie ist telefonisch unter 03546 226556 erreichbar.
Von der Situation, wie sie vor dem Beginn der Corona-Krise normal war, sei man beim Horizonte-Verein trotzdem noch ein Stück entfernt, so Klopfleisch. Wie die Geschäftsführerin berichtet, seien einige der Betreuten immer noch ängstlich oder haben während der Schließung andere Tagesabläufe entwickelt.