Damit solle erreicht werden, sagte Dezernent Stephan Loge vor Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur am Dienstagabend in Goyatz, dass Kofinanzierungsmittel zur Verfügung stehen.
Bekommen kann die Mittel jeder, der ein solches Denkmal sanieren will, unabhängig davon, ob weiteres Geld aus anderen Fördertöpfen fließt. Wichtig sei, sagte Loge, „dass Fördermittel und Programme gebündelt werden“ . Bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens aber 30 000 Euro (nur in wenigen Ausnahmen bis 60 000 Euro), will der Landkreis beisteuern.
Eine wesentliche Voraussetzung, um in den Genuss der zusätzlichen Mittel zu kommen, sei, dass das Objekt in der Denkmalschutzliste des Landes aufgeführt ist, sagte Loge weiter. Zudem sollte es Ortsbild prägend und vom Verfall bedroht sein. Das könne auch eine Kirche sein, „muss es aber nicht“ , sagte der Dezernent. Mit der Förderung solle die Kulturlandschaft der Region bewahrt, wirtschaftliches und touristisches Potenzial gesichert werden.
Zu den Objekten, für die bereits Anträge vorliegen, sagte Jörg Schrager von der Unteren Denkmalschutzbehörde, gehörten unter anderem das Herrenhaus in Münchehofe, die Schlossbrauerei in Fürstlich Drehna sowie Gebäude auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Die Gesamtkosten der drei Maßnahmen beliefen sich auf knapp 2,4 Millionen Euro.
Beim Herrenhaus in Münchehofe müssten mit einem Aufwand von knapp 500 000 Euro der Dachstuhl, das Treppenhaus und das Mauerwerk saniert werden. Bei der Schlossbrauerei in Fürstlich Drehna gehe es um 360 000 Euro, mit denen der einsturzgefährdete Turm der Mälzerei gerettet werden solle.
Mit diesen Mitteln nicht gefördert wird der Abbruch eines Denkmals einschließlich der erforderlichen Untersuchungen und Dokumentationen, heißt es in der neuen Richtlinie. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben danach Eigenleistungen des Eigentümers ebenso wie die Wiederherstellung eines total zerstörten Denkmals.
Wer im nächsten Jahr noch ein Denkmal sanieren will und Fördermittel in Anspruch nehmen will, hat bis zum 15. April 2006 Zeit, seinen Antrag zu stellen. Anfangen darf er vor einer Genehmigung nicht. Für später sollen Anträge bis zum 1. August für das Folgejahr vorliegen, damit sie bei der Aufstellung des Haushaltes berücksichtigt werden könnten. (km)