Er muss ein fleißiger Flieger sein, der durch ganz Mitteleuropa tourt. Im Winter befindet er sich meist in der Schweiz und am Bodensee. Dort wurde er in den Jahren 2002 und 2004 nachgewiesen. Vermutlich verbringt er jeden Winter in Süddeutschland oder in der Schweiz, um dann zum Brüten beizeiten wieder im Spreewald zu sein. Abstecher machte er gern mal zum Kockrowsberg (Mai 2004) oder nach Byhleguhre (Februar 2008). Im Jahr 2006 wurde 2R87 gar im polnischen Milicz gesichtet (2006).

Storch Gwen aus Vetschau kommt auch gut in der Welt herum. Wie Bernd Elsner, Geschäftsführer des Regionalverbandes Calau des Naturschutzbundes erzählt, ist mit ihm zum ersten Mal ein beringter Vetschauer Storch wiederentdeckt worden. Eindeutig konnte die Nummer H5287 dem Jungstorch Gwen aus dem Jahr 2007 zugeordnet werden. Im August vorigen Jahres wurde er elfmal gesichtet. In einem Trupp anderer frei lebender Störche hielt er sich seinerzeit rund um Meißen in Sachsen auf. Das sind etwa 65 Kilometer von seinem Geburtshorst entfernt.

Vermutet wird, dass der geschlechtsreife Jungstorch die erste Saison in der Brutheimat und auf dem Rückweg ins Winterquartier war. “Die Freude über diese Nachricht war bei uns riesengroß, und wir bekamen endlich eine Bestätigung dafür, dass unsere Mühen rund um den Storchenschutz nicht umsonst sind„, sagt Bernd Elsner. Und auch der Film “Auf unsrer Wiese gehet was . . .„ erlangt durch diese Nachricht eine ganz neue Bedeutung, denn Gwen ist einer der Jungstörche in diesem etwa 40 Minuten langen Film von Adele und Andreas Matthews, den der Naturschutzbund in Auftrag gegeben hatte.

Eine Brutsaison über waren die Störche im Horst am Vetschauer Weißstorchzentrum mit der Kamera begleitet worden. Die DVD ist im Storchenzentrum erhältlich. H. Kuschy