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Sieben Moorprojekte erfolgreich abgeschlossen

Das Foto zeigt Erdarbeiten am Großen Luch auf den Stiftungsflächen bei Lieberose.
Das Foto zeigt Erdarbeiten am Großen Luch auf den Stiftungsflächen bei Lieberose. FOTO: Niebrügge
Lieberose. Sieben im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geplante Moorschutzprojekte sind bei Lieberose beendet. Die Flächen wurden vor dem Austrocknen bewahrt. red/bt

Die Moorrevitalisierung am Großen Luch und an der Großen Zehme sind abgeschlossen. Damit sind insgesamt sieben Moor-Projekte beendet, teilte die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg mit. Durch die Maßnahmen werden die Moore vor dem Austrocknen bewahrt. Wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen bleiben dauerhaft erhalten.

Auch die Eigenschaften der Moore als Wasser-und Kohlendioxid-Speicher werden wiederhergestellt.

Über eine Machbarkeitsstudie waren vorab die Moore Funkenluch, Kreuzluch, Burghofluch, Tiefes Luch, Großes Luch, Große Zehme und das südliche Gusteluch untersucht worden. Darin wurden Aufwertungspotenziale und Schutzmaßnahmen aufgeschrieben. Nach und nach setzte die Stiftung die Vorhaben um. Aufgrund der Lage auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz mussten alte Entwässerungsgräben von Fundmunition befreit werden. Anschließend wurden die Gräben verfüllt. Darüber hinaus wurde auch Vegetation entnommen. Das betraf Pflanzen, die den Wasserhaushalt beeinflussten. "Mit den umgesetzten Projekten ist ein großer Schritt getan", erklärt die Lieberoser Stiftungsmitarbeiterin Jenny Eisenschmidt. Denn nun können sich die Gebiete langfristig erholen. "Lebensräume für viele seltene Pflanzen und Tiere sind gesichert", erklärt Jenny Eisenschmied. Mit Messpegeln, die die Wasserstandsdaten automatisch aufzeichnen, und regelmäßigen Biotop- und Artenkartierungen werde die Entwicklung der Moore langfristig beobachtet. "Dennoch gibt es weiteren Bedarf an Moorschutzprojekten, für die es jetzt Konzepte zu entwickeln gilt", sagt Jenny Eisenschmidt.

Die revitalisierten Moore haben eine hohe Bedeutung für Wasserrückhalt, Klima und Vegetation. Darüber hinaus bieten sie Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Und sie sind Trittsteinbiotope sind sie für wandernde Tierarten, darunter. den Elch, besonders wertvoll. Sie bilden einen zentralen Bestandteil des Stiftungsprojektes Ökologischer Korridor Südbrandenburg.

Die Finanzierung der Projekte konnte mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie mit Ausgleichsmitteln für Bauvorhaben sichergestellt werden.