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| 01:08 Uhr

Seit Montag gibt es die neuesten Bodenrichtwerte

Dahme-Spreewald.. Luckau, vor allem aber Lübben sind im Süden des Landkreises noch immer gute Adressen, wenn es um Bauen oder Kaufen von Häusern geht.

Die Grund stücks preise sind seit Jahren auf einem guten und teilweise sogar leicht ansteigendem Niveau, während im Nordkreis insbesondere in Königs Wus terhausen die Werte weiter abbröckeln. Das stellte der Gutachterausschuss des Kreises fest, der am Montagabend tagte. Erste Ergebnisse der Zusammenkunft, der die Auswertung von rund 2450 Kaufverträgen (darunter etwa 900 für bebaute Flächen) zugrunde lag (im Vorjahr waren es etwa 3000 gewesen), wurden gestern früh im Rahmen der Pressekonferenz des Landrates durch Jürgen Kuse, den Leiter des Katasteramtes und Vorsitzenden des Gutachterausschusses vorgestellt.
In der aktuellen Bodenrichtwertkarte, die man im März für 30 Euro erwerben kann, sind 305 Bodenrichtwerte für Baulandflächen ausgewiesen, sagte Kuse. Von denen seien gegenüber 2003 21 gestiegen und 73 gefallen. Während im Norden Abschläge zwischen zwei und fünf Prozent auf allerdings recht hohe Grundstückspreise zu verzeichnen waren, haben sich die Grundstückswerte in den Bereich Lübben und Luckau auf dem etwas niedrigeren Preisniveau stabilisiert.
Wie hoch das Gefälle allein im Landkreis zwischen teuren und preiswerten Grundstücken ist, machen zwei Beispiele deutlich. Während aktuell im Bereich des Zeuthener Sees um die 250 Euro je Quadratmeter gezahlt werden, sind im Raum Lieberose ähnlich erschlossene Grundstücke ab fünf Euro je Quadratmeter zu haben. Um es anders ausdrücken: Würde man 125 000 Euro für ein Jahr anlegen, um dann in Zeuthen ein 500-Quadratmeter-Grundstück zu kaufen, bekäme man bei fünf Prozent Zinsen ein 500 Quadratmeter großes Grundstück bei Lieberose bereits für den Zinsertrag.
Rechne man alle Flächen zusammen, die im vergangenen Jahr den Eigentümer wechselten (Wald-, Wiesen-, Bau- und Gewerbegrundstücke), so würde man auf einen Flächenumsatz von gut 3600 Hektar kommen, sagte Kuse. Es könnten jedoch noch einige Hektar mehr werden, weil wohl bisher nicht alle Notare Verträge an den Gutachterausschuss geschickt hätten. Entsprechend werde auch der Geld-Umsatz dann höher ausfallen. Derzeit betrage er knapp 142 Millionen Euro. Das sei gegenüber 2003 ein Rückgang um 31 Prozent, so Kuse. Er rechnet damit, wenn auch die letzten Verträge eingetrudelt sind, dass der Umsatz bei um die 150 Millionen Euro angesiedelt sein wird.
An diesem Umsatz beteiligt ist die Stadt Lübben mit einem Umsatz von 7,4 Millionen Euro, Luckau mit 3,9 Millionen Euro. Gerade in Lübben sei noch Umsatz möglich. Kuse erwähnte insbesondere die Häuser rund um den Markt.
Einen interessanten Aspekt gebe es im Bereich der Gemeinde Schwielochsee. Dort müsse für Grundstücke, die der Erholung dienten, mehr gezahlt werden als für Grundstücke, auf denen Wohnhäuser stünden.
„Am Boden“ , so Kuse, seien die Preise für Forstflächen. Etwa acht Cent je Quadratmeter sei ein Richtwert. Tatsächlich aber könne man auch Flächen für einen bis drei Cent je Quadratmeter kaufen - inklusive Aufwuchs. Es gebe sogar Gegenden, in denen man solche Flächen nicht mal verschenken könne, weil es niemanden gebe, der sie haben wolle. (km)