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Seinerzeit-Harmonie

Der Hoteldirektor Dieter Haas (2.v.li.) zeigte gestern den Teilnehmern der Sommertour das Spreewaldresort "Seinerzeit" in Schlepzig.
Der Hoteldirektor Dieter Haas (2.v.li.) zeigte gestern den Teilnehmern der Sommertour das Spreewaldresort "Seinerzeit" in Schlepzig. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Schlepzig. Die letzte Station der RUNDSCHAU-Sommertour 2017 in der Region Lübben war sehr reizvoll: Gut 50 Wissbegierige waren gestern dabei. Sie wollten wissen, wie sich das Spreewaldresort "Seinerzeit" in Schlepzig (Unterspreewald) entwickelt hat. Andreas Staindl / asd1

Nach der Übernahme des Landgasthofs "Zum grünen Strand der Spree" und der "Spreewälder Privatbrauerei 1788" durch die Satama GmbH wurde das Objekt 2015/16 umfangreich umgebaut. "Ich finde den Umbau sehr gelungen", sagt Jürgen Galley aus Golßen (Unterspreewald). "Das Gebäude passt sich prima in die natürliche Umgebung ein. Ich kann mir vorstellen, dass sich Gäste hier wohlfühlen."

Die Auslastung spricht dafür. 70 Prozent beträgt diese derzeit - das ganze Jahr berücksichtigt - wie Dieter Haas sagt. Der Hoteldirektor führte eine der drei Gruppen gestern durch das Objekt.

Los ging es in der Absack-Bar. Dort wurden die Gäste mit einem Prosecco begrüßt. Sie hatten anschließend die Gelegenheit, das umgebaute Haus näher kennenzulernen. Es ist "fast barrierefrei" wie Dieter Haas sagt, "überall hat es nicht geklappt". Dafür sind im neuen Anbau Zimmer und Suiten entstanden, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Die Teilnehmer der Sommertour durften hineinschauen. Was auffällt, ist die rustikale Wand- und Deckengestaltung. Das wurde bewusst so gemacht, wie der Hoteldirektor sagt. "Es sollte ein Komplex entstehen, der mit der bestehenden Bausubstanz harmoniert."

Das ist offenbar gelungen. "Es gefällt mir, wie das Hotel umgebaut und eingerichtet wurde", sagt Ursula Balzer aus Lübben. "Das Haus hat sich toll entwickelt. Die Abläufe scheinen alle sehr gut organisiert zu sein." Tagungen finden ebenso im Spreewaldresort statt wie Hochzeiten, Jubiläen und Familienfeiern. Auch Tagesgäste sind herzlich willkommen. Mit dem Restaurant, dem Brauhaus und dem Selbstbedienungsbereich direkt am hauseigenen Strand stehen drei Bereiche für unterschiedliche Ansprüche bereit.

Und von überall ist der Blick in die Natur möglich. "Das schätzen und lieben unsere Gäste", sagt der Hotelchef. Auch mit dem selbst gebrauten Bier wird gepunktet. Vier verschiedene Biersorten werden hergestellt. Zum Oktoberfest am 23. September wird ein zünftiges Oktoberfestbier angeboten, wie Dieter Haas sagt. Zudem wird ihm zufolge die Schaubrauerei demnächst ausgebaut. Geplant ist ein uriger Hopfenturm, in dem Hopfen und Malz lagern.

Urig-gemütlich ist es im gesamten Brauhaus. Die beiden Küchen von Brauhaus und Hotel wurden in der jüngsten Vergangenheit zu einer modernen und effizienten Küche umgestaltet und zusammengeführt. Der Hotelchef führte die Gäste gestern auch in einen der drei Tagungsräume, und von dort über die frühere Bühne in den Frühstücksraum des Hotels, der auch als Festsaal genutzt werden kann. Die einladenden Sessel werden bei Bedarf durch Bankettstühle ersetzt. Etwa 75 Personen haben dann Platz in dem Saal.

Das benachbarte Restaurant wurde weitgehend erhalten, der Tresen allerdings entfernt. Stattdessen hängt jetzt ein historisches Schild an der Wand. Kurt Tennert´s-Gasthaus Zum grünen Strand der Spree ist darauf zu lesen. "Das Schild hat Charme und ist erhaltenswert", sagt Dieter Haas. "Es ist das Original des Gründers und ursprünglichen Besitzers des Hauses. Wir haben das Schild aufarbeiten lassen." Ursula Balzer "kannte die Tennerts" wie sie sagt. "Es ist interessant zu sehen, was aus dem Haus geworden ist." Ein Komplex, der Historisches mit den heutigen Bedürfnissen verbindet. Und der den Gästen mit dem Weidendom einen Ort mit einer ganz besonderen Atmosphäre bietet.

Als Standesamt zugelassen, finden dort auch Hochzeiten statt. "Das Interesse daran ist groß", sagt der Hoteldirektor. Er verweist darauf, dass Hochzeitspaare im Spreewaldresort tatsächlich "in den Hafen der Ehe einfahren". Der idyllische Kahnhafen und der Weidendom liegen unmittelbar nebeneinander. Bewährtes wiedersehen und Neues entdecken. Das war für die Teilnehmer der RUNDSCHAU-Sommertour gestern möglich. Dieter Haas selbst blickt optimistisch nach vorn. "Wir haben keine Zukunftssorgen."