ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:49 Uhr

Lübben
Schulwege in Dahme-Spreewald sollen kürzer werden

Lübben/Luckau. Mit einem Vorschlag für eine Satzungsänderung hat die Kreisverwaltung begonnen, den Wunsch der Abgeordneten nach kürzeren Schulwegen umzusetzen. Im jüngsten Kreistag war die Mehrheit dem Ansinnen gefolgt, die Fahrt- und Wartezeiten für Schüler deutlich zu verkürzen. Von Ingvil Schirling

Den Fachausschüssen lag nun ein erstes Papier vor.

Bisher gelten für Grundschüler maximal 90 Minuten Fahr-, Warte- und Umsteigezeit insgesamt gerechnet als zumutbar und für ältere Kinder 115 Minuten, also knapp unter zwei Stunden. Das hatten Abgeordnete der Linken schon bei der Beschlussfassung der jüngsten Satzung vor genau einem Jahr kritisiert, doch die Zahlen resultieren aus der Nahverkehrsplanung. Daher musste neu angesetzt werden. Dafür wurde beim jüngsten Kreistag auf Antrag der Fraktion Die Linke die Grundlage gelegt.

Neu ist nun, dass „Schulwegzeit und Wartezeit getrennt betrachtet werden“, erklärt die zuständige Dezernentin Susanne Rieckhof (SPD). Für Grundschüler soll die Fahrt nicht länger als 45, die Wartezeit maximal 30 Minuten dauern. Die älteren Kinder sollen höchstens 60 Minuten unterwegs sein und 45 Minuten warten müssen.

Das wären zusammengerechnet zehn bis 15 Minuten weniger als bisher, doch aufgrund der getrennten Betrachtungsweise fällt das Ergebnis insgesamt anders aus. Die spannende Frage im Bildungsausschuss sei gewesen, so Rieckhof, ob Fahrt- und Wartezeit in der Satzung mit „und“ oder mit „oder“ verbunden werden. Das hätte große Auswirkungen. Denn wird – im einen Fall – nur ein Faktor von beiden überschritten, müsste das Kind mit dem Spezialtransport, also Kleinbussen und Taxen, zur Schule gebracht werden. Im anderen Fall würde das erst dann gelten, wenn beides überschritten wird.

In der Vorlage, die am 14. März im Kreisausschuss beraten wird, ehe der Kreistag eine Woche später endgültig entscheiden soll, heißt es nun: „oder“.

In jedem Fall wird es teurer für den Landkreis. Die Verwaltung geht davon aus, dass mindestens 130  Schüler von der neuen Regelung betroffen sein würden, dann mit dem teureren Schülerspezialverkehr als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule gebracht werden müssten. Das würde Mehrkosten in Höhe von einer guten halben Million für den Landkreis ausmachen.