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Bildungspolitik
Schule Groß Köris wird nochmals Thema im Kreistag

Lübben/Groß Köris . Ein Ergänzungsbeschluss soll den Willen zum Ausbau verdeutlichen. Von Ingvil Schirling

Für Wirbel hat die aktuelle Ablehnung des Ausbaus der Groß Köriser Oberschule mit einer Gymnasialen Oberstufe gesorgt. Vertreter der Region waren kürzlich im Bildungsministerium, wo ihnen dies mitgeteilt wurde - verbunden mit der Aussage, dass es so auch in der Schulentwicklungsplanung des Landkreises Dahme-Spreewald vorerst vorgesehen sei. Auf Nachfrage verwies das Ministerium darauf, „dass die Entscheidung im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung durch den Kreistag erfolgt ist.“

Grund war, dass die damals vorliegenden Schülerzahlen diese Ausbaupläne nicht hergaben. Das Ganze war in der letzten Sitzungsperiode vor der Sommerpause intensiv diskutiert worden. Ergebnis: Der Kreistag hatte im Juli zwar in die Begründung des Beschlusses für die Schulentwicklungsplanung die feste politische Absicht hineinformuliert, die Schule in Groß Köris trotzdem auszubauen - aber eben nicht in das Planungswerk oder in den Beschlusstext selbst.

Die Begründung aber ist in diesem Fall nicht ausschlaggebend, und das Ministerium prüft die Zahlen und Aussagen, so wie sie in der Planung stehen. Die sagt, dass aufgrund zu geringer Schülerzahlen zum Zeitpunkt der Erstellung keine Erweiterung der Groß Köriser Bildungseinrichtung möglich wäre, dass das aber jährlich neu geprüft werden soll.

„Wir glauben, dass die Region das absolute Potenzial hat“, sagte Karl Uwe Fuchs (CDU/Bauern/FDP) diese Woche im Kreisausschuss und kündigte an, im Kreistag einen Ergänzungsbeschluss zur Juli-Entscheidung herbeiführen zu wollen. „Wir hoffen, dass der Kreistag damit die Brücke zum Ministerium bauen kann“, sagte er und verwies auf Zahlen aus Kitas im Umkreis der Groß Köriser Schule, die gut ausgelastet seien.

Sylvia Lehmann als Fraktionsvorsitzende von SPD/Grüne hakte energisch ein: „Auch wir sind zugange.“ Es sei wichtig, jetzt „schnell einen Kreistagsbeschluss zu fassen, so dass das Ministerium auf Grundlage der Zahlen den politischen Willen erkennen kann. Unser Empfinden ist es, gemeinsam etwas auf den Weg zu bringen.“ Den Zeitdruck begründete sie damit, dass Eltern bereits danach fragen würden.

Möglich wäre LR-Informationen zufolge, den Ergänzungsbeschluss mit einem Anhang zur Schulentwicklungsplanung zu verbinden, den das Ministerium dann mit prüfen müsste.