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| 15:20 Uhr

Brandenburger Zukunftstag
Schüler schnuppern Verwaltungsluft

Besprechung zum Kindertag: Marktmeisterin Christina Hentschel (2.v.r.) wird von ihrem Schützling Niclas Scholz begleitet.
Besprechung zum Kindertag: Marktmeisterin Christina Hentschel (2.v.r.) wird von ihrem Schützling Niclas Scholz begleitet. FOTO: Stadtverwaltung Lübben
Lübben. Siebt- bis Elftklässler aus Lübben, Königs Wusterhausen und Luckau zu Gast in Lübben. Von red/rdh

Fünf Schüler aus Lübben, Königs Wusterhausen und Luckau haben am Donnerstag den Brandenburger Zukunftstag im Lübbener Rathaus verbracht. Die Siebt- bis Elftklässler waren in verschiedenen Abteilungen unterwegs, um in den Alltag einer Verwaltung hinein zu schnuppern.

Ziel des Zukunftstages ist es, die Berufswelt kennen zu lernen. Zur Auswahl standen die Sachgebiete Stadtplanung, Sicherheit/Ordnung (Politessen/Markt), Pressestelle, Kultur (Museum) und Baubetriebshof – also Arbeitsgebiete, die verschiedene Ausbildungswege vom klassischen Lehrberuf bis zum Hochschulstudium erfordern. Bürgermeister Lars Kolan versicherte den Schülern in seiner Begrüßung, dass Verwaltung gar nicht so trocken sei, wie häufig vermutet werde. Vielmehr spiegle die Arbeit im Rathaus die Vielfalt an Lebenssituationen der Bürgerinnen und Bürger wider.

Im Bereich Stadtplanung lernten Pascal Freimann aus der 7. Klasse des Paul-Gerhardt-Gymnasiums Lübben und Sirina Bakdalieh aus der 9. Klasse der Luckauer Oberschule zunächst die Aufgaben des Sachgebiets kennen. Sirina möchte gern Architektur studieren, um anschließend in ihr Heimatland Syrien zurückzugehen und es nach dem Krieg mit aufzubauen, erzählte sie. Anschließend fuhren beide mit Klimaschutzmanager Matthias Städter zu einem Beispielvorhaben aus seinem Arbeitsbereich, nämlich in die Kita Unter den Linden.

Darüber berichtet Jessica Wenicker aus der 11. Klasse des Schiller-Gymnasiums Königs Wusterhausen, die in der Pressestelle im Einsatz war: „Matthias Städter erklärte uns, dass in umweltschonenden Heizungssystemen wie in der Kita Unter den Linden das Wasser in einigen Leitungen bis zum 80 Meter tief in die Erde fließe und in anderen Leitungen das durch die Erdwärme aufgeheizte Wasser wieder hervorkomme. Somit nutze die Stadt erneuerbare Energien, zu denen zum Beispiel auch Sonnenenergie gehört, und minimiere den Kohlendioxid-Ausstoß in ihren Einrichtungen.“

Derweil war Niclas Scholz mit Marktmeisterin Christina Hentschel in einer Besprechung zum Kinderfest am 2. Juni. Dort wurde festgelegt, welche Akteure teilnehmen, an welcher Stelle auf dem Marktplatz Tische, Hüpfburg und Puppentheater aufgebaut werden und wer wofür zuständig ist. Zuvor war Niclas mit seiner Betreuerin auf Kontrollfahrt in der Stadt unterwegs.

William Schütze verbrachte seinen Tag im Museum und durfte nach einer Museumsführung im Depot stöbern. Die alte Bügelschere, die aus einem Stück Eisen hergestellt ist, hatte es ihm besonders angetan. Er begeistere sich mehr für das Praktische, sagte er, deshalb sei der Tag im Museum das Richtige für ihn gewesen.

Der Tag wurde mit einer Feedback-Runde im Sitzungssaal beendet, der bereits für die Stadtverordnetenversammlung am Abend vorbereitet war. Diesen Anlass nutzte Pascal Freimann gleich, um sich über Bürger- und Jugendbeteiligung zu informieren. Die Rathaus-Mitarbeiter bestätigten ihm, dass er die Einwohnerfragestunde nutzen könne, um nach einem Basketballplatz zu fragen.

Den Schülern hat der Zukunftstag viele neue Eindrücke und Erkenntnisse zur Berufswahl gebracht. Auch die Mitarbeiter waren zufrieden. Erik Hofedank aus der Stadtplanung war überrascht, wie gut sich seine Schützlinge bereits in diesem Fachgebiet auskannten. Marktmeisterin Christina Hentschel lobte: „Ihr wart prima Gäste, es hat Spaß gemacht.“

So bunt wie das Leben sei die Arbeit im Rathaus, erklärte Bürgermeister Lars Kolan den fünf Schülern, die zum Zukunftstag ins Rathaus gekommen waren.
So bunt wie das Leben sei die Arbeit im Rathaus, erklärte Bürgermeister Lars Kolan den fünf Schülern, die zum Zukunftstag ins Rathaus gekommen waren. FOTO: Stadtverwaltung Lübben