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„Schorsch“ und all die anderen Trabis

Lug.. Um ein Vielfaches wird sich am Wochenende die Einwohnerzahl von Lug erhöhen. In dem 170-Seelen-Dorf findet nicht nur das Dorffest statt – auch Trabi-Freunde werden nach Lug pilgern. I. Hoberg

Der Dorfklub und die freiwillige Feuerwehr bereiten gemeinsam mit dem Trabi-Club „Schorsch“ das Fest vor.
„Bisher liegen mehr als 100 Teilnehmer-Anmeldungen vor, wir schreiben nur noch auf und zählen nicht mehr“ , sagt Jörg Taute vom Trabi-Club. Rund 300 Trabis werden dann auf dem Platz stehen, schätzt er ein. „Die ersten werden wohl schon heute anreisen, und mancher bleibt auch gleich bis nächste Woche“ , weiß er aus Erfahrung.
Offiziell ist am heutigen Freitag Anreise, am Abend sorgt eine Disko im großen Festzelt für Stimmung. „Am Sonnabend beginnen dann die Wettkämpfe rund um den Trabi, die dorftypischen Wettkämpfe und auch das Fußballturnier“ , sagt René Püttmann, Vorsitzender des Dorfclubs Lug. Blasmusik, Kinderprogramm, Hüpfburg, Stockkuchenessen und vieles mehr runden das Programm ab. „Höhepunkt wird gegen 16.30 Uhr die Ausfahrt der Trabi-Freunde über Altdöbern zur Mühle in Zwietow. Es können auch Besucher mit den Trabis mitfahren“ , ergänzt er. Außerdem wird eine kostenlose Führung durch die Mühle angeboten.
„Bei den Wettkämpfen haben wir auch wieder einige Überraschungen geplant“ , sagt Jörg Taute. So werde der Kofferraumzielwurf „verfeinert“ . In mit Wasser gefüllte Eimer sollen Gummi-Enten geworfen werden. Schnell, geschickt und korrekt müssen die Teilnehmer beim Heckleuchtenwechsel am Trabant 601 arbeiten. „Pfuschen ist nicht erlaubt“ , betont der Tröbitzer. „Obwohl es immer schwerer wird, Sponsoren zu finden, halten wir die Preise für die Standplätze“ , ergänzt er. Zehn Euro kostet ein Platz fürs Auto und Zelt, Klubs zahlen ab drei Fahrzeuge acht Euro pro Auto.
Auch Ersatzteile können Trabi-Freunde erwerben. „Beim Teilemarkt werden sechs bis acht Händler dabei sein“ , sagt Jörg Taute. Er hofft wieder auf einen großen Besucherstrom zum Dorffest mit Trabi-Treffen. „Im vergangenen Jahr war es trotz des Regenwetters rappelvoll“ , erklärt er. Teilnehmer kommen nicht nur aus der Region. Ebenso aus Sachsen, Niedersachsen, Thüringen, dem Erzgebirge und sogar aus Belgien werden wieder Trabi-Freunde erwartet.