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Verein
Reise in die Minsker Region zu bedürftigen Familien

Brigida Melzer vom Lübbener Kinderhilfsverein für Tschernobyl war mit dem Schokoladentransport in der Minker Region unterwegs. Gemeinsam mit Galina Pronko vom Weißrussischen Kinderfonds Minsk besuchte sie Elena Kantrusewitsch, die einen behinderten Sohn betreut.
Brigida Melzer vom Lübbener Kinderhilfsverein für Tschernobyl war mit dem Schokoladentransport in der Minker Region unterwegs. Gemeinsam mit Galina Pronko vom Weißrussischen Kinderfonds Minsk besuchte sie Elena Kantrusewitsch, die einen behinderten Sohn betreut. FOTO: Brigida Melzer / Kinderhilfsverein für Tschernoby
Lübben. Kinderhilfsverein für Tschernobyl wird unterstützt und gibt die Hilfe weiter nach Weißrussland.

Die Unterstützung von Kindern und Familien, die heute noch unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) im April 1986 leiden, ist weiterhin unerlässlich. Das haben die Lübbener Vereinsvorsitzende Brigida Melzer sowie ihre beiden Begleiter Werner Glombitza aus Neu Zauche und Dietmar Falk aus Kuschkow festgestellt. Sie waren eine reichliche Woche unterwegs, um den Schokoladentransport mit Spenden aus Lübben und dem Spreewald in die Minsker Region (Weißrussland) zu begleiten. Rund 3300 Kilometer waren sie von Lübben über Warschau nach Minsk, quer durch Belarus und wieder zurück unterwegs. Im Vereinsbus mit Anhänger wurden die Süßigkeiten und die Sachen transportiert, die für den Alltag benötigt werden und einen kleinen Lichtblick bringen.

„Die Abfertigung an der Grenze hat diesmal hervorragend geklappt“, berichtet Brigida Melzer nach der Ankunft in Lübben. Das ist auch ein Verdienst aller ehrenamtlichen Helfer, die sich an der Vorbereitung des Transports beteiligt haben. „Die Zollbestimmungen müssen ganz genau eingehalten werden“, erklärt sie. Über die Jahre hat der Kinderhilfsverein viel Lehrgeld in Form von Wartestunden bei spitzfindigen Kontrollen zu Grenzübertritten zahlen müssen.

Aufgrund der zügigen Abfertigung an den Grenzen blieb diesmal genügend Zeit für die Besuche in den Familien von Sofia, Artjom, Shenja und weiteren Kindern. „Wir haben viel erledigen können“, berichtet Brigida Melzer. Der Kinderhilfsverein für Tschernobyl hält die Kontakte mit dem Belorussischen Kinderfonds, beide Seiten wollen die Zusammenarbeit fortsetzen. Der Lübbener Verein kommt am 10. Januar 2018 um 17 Uhr im Hotel und Restaurant Spreeblick zur Mitgliederversammlung zusammen. Es soll ein neuer Vereinsvorstand gewählt werden. Und Brigida Melzer will sich dann auf den Ehrenvorsitz konzentrieren.

Unter https://www.facebook.com/pg/LuebbenerKinderhilfsverein/posts/ gibt es weitere Informationen zum diesjährigen Schokoladentransport. Um Spenden bittet der Verein weiterhin. So wird ein Rollstuhl für Shenja gesucht.