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| 16:12 Uhr

Schönwalde
„Der beste Müll ist gar kein Müll“

Schönwalder Grundschüler als Models unterwegs. Aus vermeintlichen Müll wurden neue Kleidungsstücke.
Schönwalder Grundschüler als Models unterwegs. Aus vermeintlichen Müll wurden neue Kleidungsstücke. FOTO: LR / Stephan Meyer
Schönwalde. Schönwalder Grundschüler präsentieren die Ergebnisse ihrer Projekttage. Dabei setzen sich mit Mülltrennung und -vermeidung auseinander. Von Stephan Meyer

Kartoffelschalen gehören in den Biomüll und nicht in den Restmüll. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch das kleine Einmaleins der Mülltrennung ist nicht jedem vertraut. Das trifft auf Erwachsene, wie auch auf Kinder zu. Schüler der Grundschule Schönwalde haben sich jüngst während eines Projekts mit dem Thema auseinandergesetzt. Doch laut Projektmotto ist der beste Müll  gar kein Müll.

Stolz liefen am Kindertag Schüler den improvisierten Laufsteg in der Turnhalle der Grundschule entlang. Die „Models“ präsentierten Kleidung aus altem Zeitungspapier und Mülltüten. Bierdeckel und Pappbecher dienten als Accessoires und Kopfbedeckungen. Die vermeintlichen Wegwerfmaterialien haben eine Aufwertung erfahren – auch Upcycling genannt.

Am Kindertag zeigten die Schüler die Ergebnisse der zwei vorhergehenden Projekttage. Während sich die jüngeren Klassen mit den „Olchies“, Kinderbuchmonstern, die auf einer Müllkippe wohnen, beschäftigten, erfuhren die älteren Schüler alles rund um das Thema Mülltrennung. Für die sechsten Klassen ging es einen Tag nach Lübben. Mit speziellen Beuteln wurden sie selbst aktiv und sammelten Plastikmüll aus der Spree. Zum Unterricht gehörte für die älteren Schüler auch ein Tagesausflug zur Kläranlage in Kasel Golzig. Dort erfuhren sie aus erster Hand, wie Schmutzwasser aufbereitet wird.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit hat sich die Schönwalder Grundschule nicht erst seit gestern auf die Fahne geschrieben. Vor zwei Jahren wurde die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Umwelt Teil des Unterrichts, berichtet Schulleiterin Ines Lehmann. Sie hat im August vergangenen  Jahres das Erbe ihrer Vorgängerin angetreten. „Das ist ein allgegenwärtiges Thema in der Politik“, so Ines Lehmann. „Darüber wollten wir auch mit unseren Schülern sprechen und klären, was wir zum Schutz der Umwelt beitragen können.“ Und das kommt gut bei den Kleinen an, erklärt die Schulleiterin.