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| 17:59 Uhr

Verträge müssen umgestellt werden
Schnelles Netz in Märkische Heide

Einer von mehreren neuen Verteilern für schnelles Internet steht an der Gröditscher Dorfstraße. Regionalmanager Christian Stern weist darauf hin, dass Informationsveranstaltungen für die Einwohner zur Nutzung des Angebots vorgesehen sind.
Einer von mehreren neuen Verteilern für schnelles Internet steht an der Gröditscher Dorfstraße. Regionalmanager Christian Stern weist darauf hin, dass Informationsveranstaltungen für die Einwohner zur Nutzung des Angebots vorgesehen sind. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Gröditsch/Groß Leuthen. Einwohner können demnächst ihre Verträge umstellen. Vier Veranstaltungen sind geplant, um sie zu informieren. Von Ingvil Schirling

Da steht er: weiß, neu und mit magentafarbener Beschriftung. Die Rede ist vom neuen Verteilerkasten an der Gröditscher Dorfstraße. Zwei davon hat die Telekom mit Baufirmen in den vergangenen Monaten dort aufgebaut, jeder im Wert von rund 20 000 Euro, dazu, wo nötig, durchschnittlich rund 70 000 Euro für den Kilometer Tiefbau.

In der Regel seien die neuen Leitungen im Druckspülverfahren in den Boden gebracht worden, erklärt Christian Stern als Regionalmanager der Telekom und in diesem Bereich Projektkoordinator Breitband. Bis auf drei sind alle Ortsteile der Gemeinde Märkische Heide damit im Rahmen des bekannten Spreewaldloses mit schnellem Internet ausgestattet. Nun liegt der Ball bei den Einwohnern: Sie müssen ihre Verträge entsprechend umschreiben und ändern lassen. Je nach bisherigem Vertrag können sich die Kosten verändern. Ist das erfolgt, können sie aber mit bis zu 100 mbit/s Geschwindigkeit im Internet unterwegs sein.

Das ist doppelt so viel wie die ursprünglich angedachten 50mbit pro Sekunde. „Und für viele wird es das erste Mal sein, dass sie überhaupt Internet haben“, schätzt Christian Stern ein. „Angeschlossen“ sind nun Biebersdorf, Dollgen, Glietz, Gröditsch, Groß und Klein Leine, Groß Leuthen, Krugau, Kuschkow, Leibchel, Pretschen, Schuhlen-Wiese und Wittmansdorf. Bereits im April waren Hohenbrück sowie Alt und Neu Schadow dran. Die letzten drei offenen Baustellen aus Sicht der Telekom in der Gemeinde sind laut Christian Stern für das erste Quartal 2019 geplant. Dann wird schnelles Internet in Botta, Glietz und Groß Leuthen am Weinberg verlegt.

Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn seit dem Streit um das Spreewaldlos hat sich die Breitband-Welt deutlich weiterentwickelt. Mit „Spreewaldlos“ ist ein bestimmter Teil der Fließlandschaft gemeint, der von Landesseite her mit schnellem Internet im Rahmen einer groß angelegten Aktion ausgebaut werden sollte. Doch während alle anderen Landesteile schon in den Genuss kamen, wurde diese Region vertagt. Die Telekom begründet das mit den notwendigen Genehmigungen; teilweise war aber auch von schwierigem – und teurem – Tiefbau in diesem Bereich der Fließlandschaft die Rede. Das „Los“ hätte bis zum vereinbarten Zeitraum nicht abgeschlossen werden können, Vertragsstrafen drohten, so kam es zur Verschiebung. Einige Regionen warten daher immer noch, doch Märkische Heide war nun „dran“.

Und dort soll es auch weitergehen. Bisher liegt Glasfaser bis zu den Verteilerkästen. Von dort aus geht es per Kupferleitung in die Häuser. Geplant ist, diese Kupferkabel ebenfalls durch Glasfaser zu ersetzen – doch das könnte aufwendig werden. Denn dann müsste mit jedem Grundstücksbesitzer gesprochen werden, wo die jeweiligen Leitungen ansetzen.

Bis dahin soll aber schon die nächste Ausbaustufe greifen. Bis Ende 2021 soll die „aktive Technik“ in den Verteilerkästen nochmals hochgestuft werden, sodass eine „Surf“- beziehungsweise Arbeitsgeschwindigkeit im Internet von 250 mbit/s möglich wird. Dazu ist kein weiterer Tiefbau nötig, aber die Nutzer müssen wohl mit entsprechender Technik – gekauften oder gemieteten Routern – nachziehen.