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| 10:49 Uhr

Schlepzig
Schlepziger Feuerwehrhaus soll mit einem Anbau erweitert werden

Die Schlepziger Feuerwehr soll einen Anbau bekommen. Das Gerätehaus (Bildmitte hinten) steht in direkter Verbindung mit der Kita, die ebenfalls aus allen Nähten platzt. Wenn der Anbau bezogen ist, soll die Kinderbetreuungseinrichtung daher Räume für die Erzieher im "alten" Feuerwehrhaus bekommen, um das dortige Platzproblem zu lösen.
Die Schlepziger Feuerwehr soll einen Anbau bekommen. Das Gerätehaus (Bildmitte hinten) steht in direkter Verbindung mit der Kita, die ebenfalls aus allen Nähten platzt. Wenn der Anbau bezogen ist, soll die Kinderbetreuungseinrichtung daher Räume für die Erzieher im "alten" Feuerwehrhaus bekommen, um das dortige Platzproblem zu lösen. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Schlepzig. Amtsausschuss beschließt Vorhaben. Auch die Kita bekommt damit mehr Platz. Von Ingvil Schirling

Das Feuerwehrgerätehaus in Schlepzig steht zwar erst seit einigen Jahren, platzt jedoch aus allen Nähten. Es wurde damals in Verbindung mit dem Neubau der Kita errichtet. Verwaltung und Amtsausschuss versprachen sich davon Effekte der gegenseitigen Nutzung - und lagen goldrichtig.

„Ein besonderes Anliegen bestand darin, die Entwicklung der Kinder durch ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebot zu fördern (und gleichzeitig den Nachwuchs für die Feuerwehr abzusichern)“, heißt es in der Begründung. Ergebnis: Beide Einrichtungen brauchen aufgrund des großen Zuspruchs mehr Platz.

Die Lösung: Über einen kleinen Verbindungsbau soll angrenzend an das bisherige Gebäude zur Straße hin ein neues Haus errichtet werden. Die Kita soll, wenn dieses fertig ist, in den ehemaligen Räumen der Feuerwehr etwas mehr Platz bekommen.

Hintergrund ist, dass aufgrund des Zuspruchs der Kita in dem einladenden Neubau ein Raum umfunktioniert werden musste. Bis dahin in Doppelnutzung als Sport- und Bewegungsraum der Kinder tagsüber und als Versammlungsraum der Feuerwehr am Abend, wurde er zu einem weiteren Gruppenraum. Damit stand er für die Feuerwehr nicht mehr zur Verfügung.

Die Kita konnte somit ihre Kapazität von 36 auf 44 Kinder erhöhen. Damit musste aber auch der Sanitärbereich erweitert werden, geht aus der Beschlussvorlage hervor, was wiederum nur im Bereich des Personalraums der Kita realisiert werden kann. In der Konsequenz soll nun der bisherige Büro- und Personalraum einschließlich Sanitärbereich der Feuerwehr, wenn diese ihren Anbau bezogen hat, zum Personalbereich für die Kita unfunktioniert werden. Aufgrund des Gebäudekomplexes, in dem die Kita direkt an die Feuerwehr grenzt, ist das möglich.

Gleichzeitig führte der angestrebte Synergieeffekt zu einer wachsenden Kinder- und Jugendfeuerwehr. 43 Zwerge zählt die Kinderfeuerwehr, 22 sind bei der noch jüngeren Kidsfeuerwehr mit dabei. Die Jugendfeuerwehr hat bisher keinen eigenen Raum, was wiederum dazu führt, dass im Fahrzeugraum der Wehr zusätzlich Dinge der Jugendfeuerwehr lagern, wodurch sich der Vorlage zufolge „Defizite im Gewahrenabwehrbedarfsplan des Amtes“ ergeben. Unterm Strich, bemängelt auch der Kreisbrandmeister, entsprechen die momentanen Raumverhältnisse nicht mehr den  Forderungen der Unfallverhütungsvorschrift.

Der Anbau soll die Situation einerseits lösen, andererseits Schulungs- und Lagerraum sowie einen Stellplatz für ein Mannschaftstransportfahrzeug bieten. Außerdem bekommt der Feuerwehrnachwuchs dort sein Kleiderdepot. Neu werden auch ein Büro sowie der Sanitärtrakt eingegliedert, damit wiederum die Kita mehr Platz bekommt. Ein Antrag auf Fördermittel ist gestellt.

Dieses Vorhaben hat der Amtsausschuss in seiner jüngsten Sitzung in Waldow beschlossen. Wann gebaut wird, ist noch offen.