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| 01:28 Uhr

Satire unter Luckauer Dichterweide

Tücken bei der Wiedervereinigung nahmen die Autoren Michael Bittner und Udo Tiffert amüsant aufs Korn
Tücken bei der Wiedervereinigung nahmen die Autoren Michael Bittner und Udo Tiffert amüsant aufs Korn FOTO: Dietmar Becker
Luckau.. „StadtLandFluss“. Was soll sich der Hörer oder Leser unter diesem Titel vorstellen? Eingeladen hatten die Organisatoren der Brandenburgischen Sommerkonzerte zu einer Autorenlesung unter die Dichterweide auf dem Primanerhof des Bohnstedt-Gymnasiums Luckau. Dietmar Becker


Er bietet ein Ambiente besonderer Art, das Zuhörer bereits seit Jahren begeistert und immer wieder herlockt. Gewürzt wurde die Veranstaltung durch das Angebot von Wein und alkoholfreien Getränken sowie von Holz- und Linolschnitten der Gymnasiasten, die der Förderverein des Gymnasiums verkaufte. "Literarisch-satirisches Programm" war in der Vorschau als Untertitel zu lesen. Das ließ auf 60 Minuten Amüsement hoffen. Als Vertreter des Luckauer Freundeskreises eröffnete der Rüdiger Lorenz die Lesung. Michael Bittner aus Dresden und Udo Tiffert aus der Nähe Nieskys traten gemeinsam auf, schoben sich abwechselnd, mit zum Schmunzeln anregenden Witzeleien die Reihenfolge des Vortragens zu, lasen ihre amüsierenden Texte und Gedichte. Immer wieder provozierten sie das Gelächter der etwa 35 Zuhörer, die sich keine Pointe entgehen lassen wollten über Probleme, die für jedermann nachvollziehbar sind.
Die Flucht der Frauen aus den neuen in die alten Bundesländer, die Mauer in den Hirnen mancher Ost- und mancher Westdeutscher, Lohnunterschiede zwischen Ost und West sowie die frühere DDR-Gaststättenkultur griff Michael Bittner auf, während Udo Tiffert die vom wirtschaftlichen Aufschwung abgekoppelte Lausitz satirisch beklagte.
Der Grundtenor war dabei jedoch immer deutlich herauszuhören: Bemühen um Wiedervereinigung.
Diese Veranstaltung war eine gelungene, was sich im anhaltenden Applaus der Besucher ausdrückte. (rl/be)