Noch eine weitere Saison wird die obere Puhlstromschleuse in Schlepzig nicht nutzbar sein. Dies verlautet aus dem Landesumweltamt. Demnach seien die Pläne für die notwendige Erneuerung der Schleusentore zwar fertig. Auch das Geld sei im Landeshaushalt bewilligt. Insgesamt investiert das Land Brandenburg in die beiden neuen Tore dieser Schleuse unterhalb von Schlepzig rund 250 000 Euro. Im Frühjahr sei konnte jetzt die Ausschreibung erfolgen. Erste Rückmeldungen habe es bereits gegeben.

Die Tore der oberen Puhlstromschleuse sollen statt aus Holz aus Stahl hergestellt werden, erläuterte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt auf eine Anfrage hin im vergangenen Jahr. Man erhofft sich so eine deutlich bessere Haltbarkeit. Bisher mussten Holztore nach etwa zwanzig Jahren ausgetauscht werden. Vor allem der Bereich, in dem der Wasserstand ständig wechselt, ist besonders anfällig.

Stahltore der Schleuse sind Einzelanfertigungen

Bei den neuen Stahltoren handelt es sich um Einzelanfertigungen, da die Schleusen im Spreewald zwar in der Länge normiert sind, sich die Breite jedoch nach den örtlichen Gegebenheiten richtet. Der Austausch der beiden Tore an der oberen Puhlstromschleuse kann aber erst im Verlauf dieses Jahres erfolgen. Mit einer Fertigstellung sei deshalb nicht mehr in dieser Saison zu rechnen, heißt es.

Eine unbefriedigende Situation für die Schlepziger Kahnfährleute und Paddelbootverleiher. Für den Fall, dass irgendwann im Sommer doch noch Tourismus möglich wird, werden sie weiterhin keine echten Rundfahrten anbieten können, kritisierte ein Kahnfährmann bereits im Sommer 2019. Nun wird es in der zweiten Saison Touren geben, bei denen Hin- und Rückweg über die gleichen Fließe führen.