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| 18:36 Uhr

Sängerball in Niewitz
Musiker zieht es wieder aufs Tanzparkett

 Tanzen macht Spaß. Der Sängerball des Männergesangsvereins in Lübben bot am Samstag Gelegenheit dazu. Die Tanzfläche im Spreewald Park Hotel in Niewitz wurde fleißig genutzt.
Tanzen macht Spaß. Der Sängerball des Männergesangsvereins in Lübben bot am Samstag Gelegenheit dazu. Die Tanzfläche im Spreewald Park Hotel in Niewitz wurde fleißig genutzt. FOTO: Andreas Staindl
Niewitz. Sängerball lockt zahlreiche Gäste nach Niewitz. In diesem wurden besonders Kontakt zu anderen Vereinen vertieft.

Der Sängerball in Niewitz bleibt ein gesellschaftlich wichtiges Ereignis. Die Veranstaltung lockte am Samstagabend erneut zahlreiche Gäste in das Spreewald Park Hotel in Niewitz (Unterspreewald). Der Männergesangsverein  „Liedertafel 1827“ Lübben e.V. hatte diesmal ganz gezielt auch Vereine der Region dafür eingeladen.

„Es soll ein Signal sein, dass wir künftig eng zusammenwirken wollen“, sagt Lothar Bretterbauer. Der Vorsitzende des Männergesangsvereins begrüßte die Vertreter der Vereine persönlich. Schützengilde, Spreewald-Frauenchor, Jagdhornbläser, Paul-Gerhardt-Verein, Freundeskreis und Heimatverein in Lübben waren ebenso vertreten wie etwa die Männerchöre in Golßen (Unterspreewald) und Groß Leuthen (Märkische Heide).

Die „Liedertafel“ streckt die Hand aus. „Wir könnten zusammenrücken, uns bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen“, sagt Hans-Joachim Wüstenhagen. „Das würde das Leben jedes Vereins bereichern.“ Er kümmert sich um organisatorische Dinge im Männergesangsverein in Lübben und hatte auch für den diesjährigen Sängerball den Hut auf.

Der Ball wird traditionell mit Gesang der Gastgeber eröffnet. Und die überraschten diesmal. Sie präsentierten nicht nur bewährtes Liedgut sondern sangen auch moderne Lieder. Was mit „Alt wie ein Baum“ und „Griechischer Wein“ im vergangenen Jahr begonnen wurde, wird konsequent fortgesetzt. „Über sieben Brücken“ ist das neueste Werk, dass sich die Sänger gemeinsam mit ihrem Chorleiter Peter Ewald erarbeitet haben.

Der Lübbenauer Werner Rosenberger hat allerdings eine dritte Strophe hinzugefügt. Sie handelt vom Spreewald, von der Natur in der Lagunenlandschaft, von der Liebe zur Heimat. Der 78-Jährige kennt den Spreewald wie seine Westentasche, war als Kahnfährmann lange auf den Fließen unterwegs. Und er ist „seit 60 Jahren aktiver Sänger, hat im Männerchor in Lübbenau gesungen“, wie Lothar Bretterbauer sagt. „Jetzt ist er bei uns gelandet, weil sich sein bisheriger Chor aufgelöst hat. Es ist ein Stück weit unsere Politik, Sänger bei uns aufzunehmen, deren bisherige Chöre es nicht mehr gibt.“ Das betrifft auch Männer aus Straupitz (Lieberose-Oberspreewald), die inzwischen ebenfalls die „Liedertafel“ verstärken.

Für Werner Rosenberger kommt ein Leben ohne Musik nicht in Frage. „Singen bereitet mir große Freude. So etwas gibt man nicht einfach auf. Es macht großen Spaß, im Männerchor in Lübben mitzusingen“, sagt er.

Die Verstärkung zahlt sich aus. „Wir profitieren vom Zulauf aus anderen Orten“, sagt Peter Ewald. Dass der nun größere Chor begeistert, war am Samstag deutlich am Beifall zu hören. Viel Applaus gab es aber auch für die „Tonleiter“ – die kleine Gesangsgruppe der „Liedertafel“ – sowie das Trio Edith, Hartmut und Jörg der musikalischen Familie Lehmann, die den Abend künstlerisch bereicherten. Und natürlich wurde auch getanzt.

Die UC-Band aus Lübbenau lud zu Walzer, Rumba, Foxtrott und weiteren Tanzstilen aufs Parkett. Dass Sänger nicht nur gern singen, sondern auch tanzen, wurde schnell deutlich. Sobald die Musik erklang, war die Tanzfläche voll. Wer gerade eine Pause brauchte, schunkelte halt mit Freunden an seinem Tisch rhythmisch mit. Hans-Joachim Wüstenhagen richtete den Blick derweil schon voraus: „Wir werden den Sängerball noch interessanter machen, um mehr junge Leute zu begeistern.“