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Sachbearbeiter drücken in Lübben die Schulbank

Einige der Lehrgangsteilnehmer. Sie werden in den nächsten zwei Jahren die nebenberufliche Ausbildung stemmen.
Einige der Lehrgangsteilnehmer. Sie werden in den nächsten zwei Jahren die nebenberufliche Ausbildung stemmen. FOTO: NLSI
Lübben. Dieser Montagmorgen wird 28 Frauen und Männern in lebhafter Erinnerung bleiben: Wie am ersten Schultag fühlten sich die Teilnehmer des Angestelltenlehrgangs I, als sie in einem Unterrichtsraum des Niederlausitzer Studieninstituts (NLSI) in Lübben Platz nehmen durften. In den nächsten zwei Jahren werden diese dort regelmäßig eine Woche im Monat verbringen, um sich mit der zum Teil recht sperrigen Rechtsmaterie rund um die Kommunalverwaltung vertraut zu machen. red/SvD

Das berichtet Institutsleiter Lars Gölz. Hinzu kommt, dass noch vier mehrstündige Prüfungsklausuren und eine fachpraktische Prüfung auf sie wartet. Dafür erhalten die Teilnehmer jedoch anschließend ein Abschlusszeugnis, welches sie als Sachbearbeite in einer Kommunalverwaltung qualifiziert.

Gundula Grönke begrüßte an dem Morgen stellvertretend für den Studienleiter des NLSI die Teilnehmer und erläuterte all die wichtigen Dinge, die an einem ersten Unterrichtstag zu klären sind. Auch begrüßte sie den Dozenten Alois Bosman, der sich schon darauf freute, in der ersten Unterrichtswoche das Fach "Organisation, Kommunikation und Kooperation" unterrichten zu dürfen.

Die 28 Teilnehmer arbeiten bereits zum größten Teil in Kommunalverwaltungen. Der Lehrgang ist so konzipiert, dass sie ein breites Wissensspektrum im Unterricht vermittelt bekommen. Dieses reicht vom Allgemeinen Verwaltungsrecht bis hin zu Sozial-, Personal- und Ordnungsrecht. Aber auch das öffentliche Finanzmanagement steht auf dem Programm, welches durch die doppische Haushaltsführung gekennzeichnet ist. In Anlehnung an die Buchführung für wirtschaftlich tätige Unternehmen wurde auch für die Kommunen vor einigen Jahren das Haushaltsrecht angepasst. So spielen nunmehr auch wichtige Kenngrößen wie Wertverzehr, Wiederbeschaffung und Rückstellungen eine Rolle, die unter der früheren Haushaltsführung, der so genannten Kameralistik, nicht berücksichtigt wurden, so Lars Gölz.

Bei ihren einführenden Erläuterungen ermahnte Grönke die Teilnehmer allerdings auch, die Anforderungen nicht zu unterschätzten. So sei die Anzahl der Unterrichtsstunden in jedem Fach sehr knapp bemessen, und es gehöre schon eine Portion Fleiß und Engagement dazu, um letztendlich den Prüfungsanforderungen gerecht zu werden. "All dies neben den beruflichen und familiären Anforderungen unter einen Hut zu bekommen, ist schon eine große Herausforderung für die nächsten zwei Jahre. Aber wenn Sie den Willen dazu haben, schaffen Sie das schon", sagte Grönke. Sie wünschte den Teilnehmer anschließend Mut und Erfolg und verwies auf die gute Bestehensquote der letzten Jahre.