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| 01:02 Uhr

Rumänische Delegation will Spreewald vom Kahn aus sehen

Lübben.. Gestern gegen Mittag ist der Zeitplan völlig durcheinander geraten. Die rumänische Delegation vom Ministerium für Umwelt und Wasser-Management aus Bukarest sowie von regionalen Gesellschaften wollte was vom Spreewald sehen. Krino Müller

Weil das besonders bei einer Kahnfahrt klappt, organisierte Rolf Friedrich, Geschäftsführer des Kommunalen Abfallentsorgungsverbandes „Niederlausitz“ (KAEV) und Gastgeber der Delegation, zwei Kahnfährmänner vom „Flotten Rudel“ . Die brachten ihre Kähne zu Wasser und stakten los. Während eigentlich die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage besichtigt werden sollte, machten die Teilnehmer Lübbener „Sightseeing“ .
Allerdings, bestätigte Rolf Friedrich, hatten die vorwiegend weiblichen Delegationsteilnehmer schon einen anstrengenden Vormittag hinter sich. Im Spreewald-Parkhotel Niewitz wurde ihnen Theorie vermittelt. So ging es um Informationen über Einsammeln und Transportieren von Abfall, Abfalltrennung, Gebühren- und Kostenstruktur sowie Deponierung.
Stefan Bittrich vom Bran denburger Landesumweltamt sagte dazu, dass ein wesentlicher Punkt in der Diskussion in Niewitz gewesen sei: „Wie wir durchsetzen, dass auch alle Bürger für die Abfallentsorgung bezahlen.“ Er unterstrich, dass am Beispiel des KAEV „exemplarisch gezeigt werden kann“ , wie sich so etwas durchsetzen lasse.
„Es ist der Delegation auch darum gegangen, etwas über die Entwicklung der modernen Abfallwirtschaft nach der Wende zu erfahren“ , sagte Rolf Friedrich. Die Rumänen seien in einer ähnlichen Situation wie es die neuen Bundesländer nach der Wende gewesen seien. „Deshalb ist ihnen unsere Erfahrung so wichtig.“
Dass gerade Lübben ein Schwerpunkt des viertägigen Deutschlandbesuchs war, lasse sich damit erklären, „dass wir nach der Wende erst gegründet worden sind und auf einem hohen technischen Stand sind“ , so Friedrich. „München beispielsweise mit den über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen“ , so der Verbandsvorsteher, könne solche Erfahrungen, wie sie in Rumänien benötigt würden, nicht bieten.
In Rumänien gebe es zwar bereits wegen des EU-Beitritts am 1. Januar 2007 entsprechende Gesetze. Doch die Delegation wolle erkunden, was alles getan und vorbereitet werden müsse, um die Inhalte für die Gesetze zu schaffen.
Zum Abschluss war dann doch noch die Gelegenheit gegeben, die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage zu besichtigen. (km)