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| 16:39 Uhr

Fest-Bilanz
Ruhigstes Spreewaldfest seit Langem in Lübben

Mitarbeiter des Baubetriebshofs haben nicht nur das Festgelände sauber gehalten. Sie waren auch während des Kahnkorsos dabei.
Mitarbeiter des Baubetriebshofs haben nicht nur das Festgelände sauber gehalten. Sie waren auch während des Kahnkorsos dabei. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Fest- und Hausordnung haben sich bewährt – Müllmenge wurde deutlich reduziert. Von Andreas Staindl

Das 41. Spreeewaldfest hat am Wochenende Zehntausende Besucher nach Lübben gelockt. Trotz der überaus großen Resonanz gab es keine besonderen Probleme. „Es war eines der ruhigsten Spreewaldfeste seit Langem“, sagt Holger Wieloch, der in diesem Jahr erstmals für das Händlermanagement und andere orga

nisatorische Fragen zuständig war. Polizeisprecher Torsten Wendt bestätigt ihn: „Wir sind aus unserer Sicht mit dem Verlauf des Spreewaldfests zufrieden. Es gab keine erwähnenswerten Vorkommnisse.“ Lars Kolan (SPD) hatte das so auch schon am Sonntagabend zur Eröffnung des Abschlusskonzerts auf der Bühne in der Breiten Straße eingeschätzt. Lübbens Bürgermeister sprach lediglich von „ein paar kleinen Rangeleien, die aber dank Polizei vor Ort schnell gelöst wurden“. Sein Dank geht an die zahlreichen Sicherheits- und Einsatzkräfte sowie an die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund: „Ohne sie wäre unser Spreewaldfest nicht zu stemmen.“

Erstmals gab es eine Fest- und Hausordnung. Untersagt war es demnach etwa, alkoholische Getränke, Glasflaschen und Waffen auf das Festgelände mitzubringen. „Dass wir im Vorfeld des Festes sehr intensiv darüber informiert hatten, hat sich als Vorteil erwiesen“, sagt Holger Wieloch. „Selbst die wenigen Leute, die vom Sicherheitsdienst kontrolliert und auf die Hausordnung hingewiesen wurden, waren einsichtig. Das Konzept ging aus seiner Sicht auf: „Wir konnten die Glasscherben und weggeworfenen Flaschen um 50 Prozent reduzieren und den Baubetriebshof dadurch entlasten. Das Festgelände war sauberer als während früherer Spreewaldfeste.“

Auch die zweite von ihm verantwortete Neuerung – das Pfandsystem – trug dazu bei. Das System sah vor, dass jeder Gast mit dem Getränk auch eine Pfandmarke im Gegenwert von ein Euro erhält. Die Becher konnten an jedem Getränkestand zurückgegeben werden. „Der Erfolg ist größer, als ich erwartet hatte“, sagt Holger Wieloch, „auch wenn es an einigen Ständen teilweise technische Probleme gab. Wir sind aber auf dem richtigen Weg.“ Sein Fazit: „Die beiden Neuerungen waren ein riesiger Erfolg. Sie haben das Fest sicherer, die Stadt sauberer gemacht.“ Er würde im nächsten Jahr gern daran anknüpfen und den ökologischen Aspekt weiter verfolgen: „Wenn man den Müll trennt, etwa die benutzen Becher gleich in gelben Säcken sammelt, könnten sie der Wiederverwertung zugeführt werden.“

Leicht verändert hatte Holger Wieloch schon diesmal das Standkonzept. Er hat etwa die Poststraße und die Judengasse durch Stände belebt, zudem dafür gesorgt, dass sich einheimische Geschäftsleute aktiv am Fest beteiligt haben.