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| 01:07 Uhr

„Ruhe bewahren, dann klappt es auch“

Ordentlich gebogen soll das Pony in die Kurve gehen – das ist weit mehr als nur draufsitzen. Mit viel Geduld und noch mehr Training wird den Nachwuchsreitern in Lubolz dies beigebracht.
Ordentlich gebogen soll das Pony in die Kurve gehen – das ist weit mehr als nur draufsitzen. Mit viel Geduld und noch mehr Training wird den Nachwuchsreitern in Lubolz dies beigebracht. FOTO: Foto: R. Hottas
Lubolz.. Am vergangenen Sonnabend fand in Groß Lubolz bereits zum zweiten Mal eine Pferdeschau anlässlich des jährlichen Treffens der Schweinezüchter aus dem ehemaligen Bezirk Cottbus statt. Von Stefanie RauStephanie Rau

Manch einer wird sich jetzt fragen, wie denn ein Schweinezüchtertreffen mit einer Pferdeschau zusammenpasst. Bruno Pohl, der Besitzer des Reiterhofes und Organisator des Treffens, hat eine einfache Erklärung: „Diese Treffen werden eigentlich abwechselnd von jedem mal ausgerichtet. Im vorigen Jahr war ich an der Reihe. Ich hatte dann die Idee, eine Pferdeschau zu organisieren.“ Das habe allen so gut gefallen, dass die Mitglieder des Schweinezüchtervereins ihn auch in diesem Jahr mit der Ausrichtung beauftragten.
Bruno Pohl war vor der Wende viele Jahre im Schweinezüchterverein des ehemaligen Bezirkes Cottbus tätig. Nach 1990 eröffnete er einen Reiterhof und züchtet nun keine Schweine, sondern Ponys, und das mit Erfolg.
„Normalerweise werden die Pferdeschauen hier auf dem Hof nur im kleinen Rahmen für die Eltern und Großeltern der Mädchen, die hier reiten, organisiert“ , erzählt Bruno Pohl. Am Sonnabend hatten die Mädchen hingegen Gelegenheit, ihr Können einem größeren Publikum zu zeigen.
Um 14.30 Uhr begann das Schauprogramm. Gezeigt wurde unter anderem ein Trakehner, dessen Springvermögen Reiter Sebastian Pohl zeigte. Eine weitere Attraktion war die Shetlandpony-Quadrille. Sieben Mädchen zwischen sieben und 14 Jahren zeigten auf ihren Ponys verschiedene Figuren und wagten sich auch an die Hindernisse. Mit viel Applaus wurden sie von den Zuschauern für ihre tolle Leistung belohnt. „Diese Schaufiguren sind wirklich sehr schwierig zu reiten und brauchen viele Trainingsstunden“ , sagte Bruno Pohl. „Aber wenn man immer die Ruhe bewahrt und sich bei dem Pony durchsetzen kann, dann klappt das auch.“ Trainiert wurden die Mädchen von Christin Ringel. Sie führte im Programm die Stute Gretchen mit ihrem Fohlen vor. Die Studentin ist seit 1999 bei den Pohls auf dem Hof. „Herr Pohl und seine beiden Enkel Sebastian und Stefan haben mir das Reiten mit einer Engelsgeduld beigebracht. Und genauso versuche ich auch, die Mädchen zu trainieren“ , sagte sie.